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1200 v. Chr.
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Nahezu der gesamte Balkan wird von illyrischen Volksstämmen
besiedelt.
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400 v. Chr.
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Im Gebiet des heutigen Bosnien-Herzegowina vermischen sich die
Illyrer mit aus Mitteleuropa einwandernden Kelten.
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220 v. Chr.
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Es bilden sich Staatsverbände mit griechischem Kultureinfluss.
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200 v. Chr.
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Jugoslawien wird Teil der römischen Provinz Illyricum“, die im
1. Jahrhundert nach Christus in „Dalmatia“ und „Pannonia“ aufgeteilt wird.
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395 n. Chr.
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Nach der Teilung des Römischen Reiches wird
Bosnien-Herzegowina Teil des Oströmischen Reiches.
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ab 500 n. Chr.
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Slawen wandern aus Gebieten nördlich der Karpaten in
Jugoslawien ein.
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1180
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Kulin gründet das Fürstentum Bosnien.
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1205
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Die Bogomilen, eine griechisch-orthodoxe Sekte, bauen einen
der bedeutendsten südslawischen Staaten auf.
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1314
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Ban (König) Stjepan II. von Bosnien erweitert sein Reich um
Herzegowina (Hum).
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1463
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Bosnien wird von den Osmanen erobert, ein Großteil der
Bevölkerung nimmt den islamischen Glauben an.
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1483
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Die Osmanen erobern Herzegowina.
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1580
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Mehrere Aufstände gegen die türkische Herrschaft enden
ergebnislos. Sultan Murad III. legt Bosnien und Herzegowina zur Provinz
Bosnien zusammen. Es bildet sich die religiöse Dreiteilung in eine islamische
Überzahl und je einen orthodoxen (serbischen) und katholische (kroatischen)
Bevölkerungsanteil.
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1878
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Bosnien und Herzegowina werden von Österreich-Ungarn besetzt.
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1908
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Österreich-Ungarn annektiert Bosnien. Serbien sieht seine Pläne
für ein Großserbisches Reich gestört und mobilisiert seine Truppen.
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1917
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Man einigt sich über die Schaffung eines südslawischen
Nationalstaates Jugoslawien (jugo = süd).
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1921
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Eine neue Verfassung wird verabschiedet, die das „Königreich
der Serben, Kroaten und Slowenen“ zu einem zentralistischen Einheitsstaat
macht.
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1923
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Belgrad schließt mit Rumänien, Griechenland und Bulgarien den
Balkanbund.
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1928
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Kroatien scheidet aus dem Belgrader Parlament aus, als der Führer
der Kroatischen Bauernpartei von einem serbisch-montenegrinischen
Abgeordneten erschossen wird. In Agram eröffnen sie einen separatistischen
Landtag.
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1929
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König Alexander I. errichtet mit Hilfe des Militärs eine
„Königsdiktatur“, als es zwischen Serben und Kroaten zu schweren Unruhen
kommt. Der Landesname lautet nun „Königreich Jugoslawien“.
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1931
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Die Diktatur wird aufgehoben. Erste öffentliche
Parlamentswahlen werden abgehalten.
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1932
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Unruhen unter den kroatischen Bauern werden blutig niedergeschlagen,
ihre Führer liquidiert.
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1934
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König Alexander I. wird in Frankreich von kroatischen
Extremisten ermordet.
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1935
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Aus wirtschaftlichen Gründen sieht sich Jugoslawien zur
Annährung an das Deutsche Reich gezwungen.
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1941
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Jugoslawien tritt dem Dreimächtepakt (Deutschland, Italien,
Bulgarien) bei. Das führt zwei Tage später zu einem Militärputsch.
Jugoslawien unterzeichnet einen Freundschafts- und Nichtangriffspakt mit der
UdSSR.
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1941
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Als italienische und deutsche Truppen in Jugoslawien
einmarschieren, muss Jugoslawien kurze Zeit später kapitulieren.
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1943
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Josip Broz („Tito“) kann nach der Kapitulation Italiens große
Teile Jugoslawiens unter seine Kontrolle bringen.
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1944
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Mit Hilfe der „Roten Armee“ erobern Tito-Partisanen Belgrad
zurück.
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Anfang 1945
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Die kroatische Armee ergibt sich den Briten und wird an Titos
Partisanenarmee ausgeliefert. 80.000 kroatische Soldaten und 20.000
Zivilisten werden getötet. Auch die auf
deutscher Seite kämpfenden Slowenen und Serben werden massakriert.
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März 1945
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Marschall Tito wird Chef der ersten Nachkriegsregierung in
Belgrad.
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Nov. 1945
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Die Kommunisten gewinnen die Parlamentswahl. Tito wird im Amt
bestätigt.
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29. Nov. 1945
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Die „Föderative Volksrepublik Jugoslawien“ wird ausgerufen,
sie besteht aus den Teilstaaten Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina,
Montenegro, Mazedonien und Serbien (zu Serbien gehören die beiden autonomen
Regionen Kosovo und Wojwodina). Die sowjetischen Truppen ziehen ab.
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1946
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Freundschaftsvertrag mit der UdSSR. Jugoslawien wird nach
sozialistischen Grundsätzen reformiert.
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1948
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Tito bricht mir der UdSSR und sucht den Anschluss an die
westlichen Industrieländer.
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1963
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Jugoslawien wird in „Sozialistische Föderative Republik
Jugoslawien“ umbenannt, Tito zum Präsidenten auf Lebenszeit.
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1964
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Jugoslawien schließt sich der Wirtschaftsgemeinschaft Comecom an (UdSSR, Bulgarien, Polen,
Rumänien, Tschechoslowakei, Ungarn, DDR)
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1980
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Tito stirbt mit 88 Jahren. Jugoslawiens Wirtschaftslage
verschlechtert sich dramatisch. Es kommt zu ersten Unruhen im Kosovo.
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1989
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Slowenien und Kroatien fordern die Gründung souveräner Staaten.
Slobodan Miloševic wird Präsident Serbiens. Seine serbisch-nationale Politik
verschärft den Konflikt.
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1990
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Das jugoslawische Bundesparlament hebt die Autonomie der
Provinzen Kosovo und Wojwodina auf. Im Kosovo wird eine Massendemonstration
blutig niedergeschlagen. Serben verdrängen die Albaner im Kosovo aus allen
Bereichen des öffentlichen Lebens. Mindestens 300.000 Albaner flüchten bis
1992 ins Ausland.
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1991
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Slowenien und Kroatien bestehen erneut auf einem Bund souveräner
Staaten. Serbien ist dagegen, die Kosovo-Albaner proklamieren die „Republik
Kosova“, die von niemandem anerkannt wird.
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25.06.1991
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Slowenien und Kroatien erklären die Unabhängigkeit. Das
jugoslawische Militär marschiert in Slowenien ein. In Kroatien kommt es zum
Bürgerkrieg zwischen Kroaten und Serben, in den die jugoslawische Armee auf
serbischer Seite eingreift.
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18.07.1991
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Die jugoslawischen Truppen werden aus Slowenien abgezogen, die
Souveränität damit anerkannt.
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18.09.1991
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Makedonien erklärt die Unabhängigkeit.
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03.03.1992
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Bosnien-Herzegowina erklärt die Unabhängigkeit. Bewaffnete
Auseinandersetzungen zwischen Serben, Kroaten und Muslimen in Mostar dehnen
sich in kurzer Zeit zum landesweiten Bürgerkrieg aus.
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März 1992
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In den Bürgerkriegsgebieten werden UN-Friedenstruppen
stationiert. Ein Waffenstillstand scheitert an den Serben.
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27.03.1992
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Bosnische Serben proklamieren die „Serbische Republik von
Bosnien-Herzegowina“. Sitz des Parlamentes ist in Banja Luka. Sitz der
Staatsführung in Pale.
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Apr. 1992
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Die bosnischen Serben beginnen mit Unterstützung
Rest-Jugoslawiens mit dem Beschuss Sarajewos.
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Mitte 1992
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Bosnische Serben (32%) weigern sich in einem von Moslems (44%)
dominierten Staat zu leben. Bosnische Kroaten (17%) konzentrieren sich in der
Gegend um Mostar.
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Juli 1992
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Zur Versorgung der Menschen in Sarajewo richtet die UNO eine
Luftbrücke ein. Die Kroaten rufen im Südwesten die „Kroatische Gemeinschaft
Herceg-Bosna“ aus.
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Dez. 1992
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Das völlig zerstörte Sarajewo wird evakuiert.
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1993
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Friedenverhandlungen in Bosnien-Herzegowina scheitern an
Serbenführer Radovan Karadzic. Der UN-Sicherheitsrat entsendet bewaffnete Einheiten
nach Sarajewo und in 5 überwiegend von Moslems bewohnte Städte (Bihac,
Gorazde, Srebrenica, Tuzla, Zepa).
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Nov. 1993
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Mostars berühmte „Türkenbrücke“ (erbaut 1566) wird durch den
Beschuss bosnischer Kroaten zerstört.
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1994
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Auf Drohungen der UNO, das Wirtschaftsembargo gegen
Jugoslawien zu verschärfen, schließt Miloševic die Grenzen zu den
Serbengebieten in Bosnien-Herzegowina. Die Grenze wird durch internationale
Beobachter überwacht, die sicherstellen sollen, dass kein Kriegsgerät in das Land
gelangt.
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Juli 1995
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Bosnische Serben nehmen die UN-Schutzzonen Srebrenica und Zepa
ein und „säubern“ sie von der nicht-serbischen Bevölkerung.
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30.08. 1995
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Die NATO bombardiert drei Tage lang serbische Stellungen in
Bosnien-Herzegowina.
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14.12.1995
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In Dayton unterzeichnen Bosnien-Herzegowina, Kroatien und
Jugoslawien einen Friedensvertrag. Bosnien-Herzegowina bleibt als
einheitlicher Staat erhalten, mit Sarajewo als Hauptstadt. Auf dem
Staatsgebiet entstehen zwei autonome Teilstaaten, die „Bosniakisch-Kroatische
Förderation“ und die „Serbische Republik in Bosnien“.
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1996
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Bosnien erhält 2 Mrd. US$ Wiederaufbauhilfe.
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Nov. 1996
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Die Spannung zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen
wächst erneut. Es kommt zu vereinzelten Handgreiflichkeiten.
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Febr. 1997
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In Mostar schießen bosnischen Kroaten auf eine Gruppe Moslems.
Erneut werden Moslems aus dem von Kroaten kontrollierten Westteil vertrieben.
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Juli 1997
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Auf UN-Einrichtungen werden mehrere Anschläge verübt.
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Aug. 1997
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Zurückgekehrte Moslems werden von kroatischen Nationalisten
wieder aus ihren Häuser vertrieben, ihre Häuser angezündet.
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Sept. 1997
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Erste Kommunalwahlen verlaufen ohne Zwischenfälle.
Vor dem Polizeihauptquartier in Mostar explodiert ein mit Sprengstoff
beladenes Fahrzeug.
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Nov. 1997
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Bei vorgezogenen bosnisch-serbischen Parlamentswahlen verliert
die extrem-nationalistische SDS ihre absolute Mehrheit.
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Juni 1998
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Die an die DM gebundene „Konvertibilna Marka“ ersetzt die
bisherigen drei Währungen.
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Jan. 1999
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In Foca kommt es zu Ausschreitungen gegen UN-Einrichtungen,
als UN-Einheiten in Notwehr einen gesuchten Kriegsverbrecher erschießen.
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Nov. 2000
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Zum dritten Mal seit Ende des Krieges wählt Bosnien-Herzegowina
ein eigenes Parlament. Die multi-ethnischen Sozialdemokraten werden stärkste
Kraft. Die Kroaten stimmen in einem nicht anerkannten Referendum für einen
eigenen Staat.
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