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Die Ionischen Inseln
Die Ionischen Inseln sind wie Perlen auf einer Kette der griechischen Westküste vorgelagert. Einzig Kythera bildet eine Ausnahme, sie liegt getrennt von den anderen vor der Südostspitze des Peloponnes. Die sieben größten der Ionischen Inseln sind Korfu, Paxi, Lefkas, Ithaka, Kephallinia, Zakynthos und Kythera. Die meisten Touristen zieht zweifellos die „grüne Insel“ Korfu an, aber auch die anderen haben ihre Reize. Kephallinia bietet tief eingeschnittene Sandbuchten. Lefkas beeindruckt mit seiner bizarren Gebirgswelt. Ithaka ist geprägt vom Wechsel zwischen grünen Olivenhainen und mit Macchie bewachsenen Bergen. Zakynthos schließlich lockt mit unzähligen Sandstränden von insgesamt über 120 Kilometer Länge. Nicht vergessen sollte man auch die nicht sehr bekannten kleinen Inseln wie z.B. Paxi und Antipaxi, die zumindest einen Kurztrip wert sind.
Die Saison reicht von April bis Oktober.
Ausgesprochen wichtige archäologische oder kunstgeschichtliche Sehenswürdigkeiten gibt es auf den Ionischen Inseln nicht. Einzig der „Gorgonengiebel“ im Museum auf Korfu ist bemerkenswert. Dieser Giebel zierte einst die Front eines Artemis-Tempels in Korfu-Stadt und gehört zu den Meisterwerken unter den griechische Skulpturen.
Der südliche Teil der Ionischen Inseln liegt in einem Erdbeben gefährdeten Gebiet. Die letzten schweren Beben haben 1953 große Schäden angerichtet.
Erikoussa Ithaka Kephallinia Korfu Kythera
Lefkas Othoni Paxi Zakynthos
Erikoussa 
Größe 6 km² Höhe 130 m Einwohner ca. 300
Erikoussa liegt nordwestlich von Korfu und gehört zu den kleineren der Ionischen Inseln, die während der Hauptsaison mit Fähren und Kaikis von den größeren Inseln aus angefahren werden. Es gibt gute, kinderfreundliche Sandstrände und kaum Autoverkehr. Ein Urlaubsort zum „Seele baumeln lassen“, gut geeignet für lange Spaziergänge.
Ithaka 
Größe 94 km² Höhe 806 m Einwohner ca. 4.500 Inselhauptstadt Vathi
Ithaka gilt als die Heimat des Odysseus. Zahlreiche Hinweise in Homers „Odyssee“ deuten darauf hin, aber leider fehlt letztendlich der archäologische Beweis für seine Existenz.
Der 13. Gesang der Odyssee (Vers 96 – 109) beschreibt Odysseus Heimat folgendermaßen:
Dort ist der Hafen des Phorkys, des Alten vom Meere, im Volke Ithakas. Letzte Zacken der Berge springen an beiden Ufern noch vor und senken zum Hafen sich nieder. Sie lassen starkes Gewoge von außen nicht ein, auch bei widrigen Winden. Drinnen indessen warten die Schiffe mit trefflichen Borden ohne Taue, sobald sie die Lände erreichen. Ein Ölbaum, reich an länglichen Blättern, bezeichnet das Ende des Hafens. Ganz in der Nähe liegt eine luftige, liebreizende Grotte. Nymphen ist sie geweiht, man nennt sie mit Namen Naiaden. Dort stehen Krüge zum Mischen und Urnen mit doppelten Henkeln – steinern sind sie – und Bienen sind dort schon lange am Werke. Manchen steinernen, riesigen Webstuhl sieht man darinnen; Nymphen weben dort Tuch in der Farbe der See; wie ein Wunder ist es zu schauen. Quellen sind drinnen, die niemals versiegen.
Die Beschreibung trifft zu. Der Hafen heißt heute Vathi und sein Naturhafen ist vielleicht der schönste Griechenlands. Ganz in der Nähe von Vathi liegt die Nymphengrotte „Marmaro Spilia“. Die steinernen Webstühle dürften die Stalaktiten sein, die zu Tausenden von der Höhlendecke herabhängen.
Merkwürdig ist, dass Ithaka die Hauptinsel des Reiches von Odysseus gewesen sein soll. Schon damals wird die Insel als kahl und unwegsam beschrieben. Zweifellos bot das viermal so große, nur durch eine schmale Meerenge von Ithaka getrennte Kephallinia die viel besseren Ressourcen. Diejenigen, die das heutige Ithaka als Odysseus Heimat ansehen, können diesen Widerspruch erklären. Gerade wegen der nur 1,5 Kilometer breiten Meerenge, habe Odysseus Ithaka als Standort für seine Burg gewählt. Hier wäre die Verteidigung der Burg leichter gewesen, weil Angreifer nur wenige geeignete Landeplätze vorfanden.
Mit Homer in der Hand kann man auf Ithaka noch weiter auf den Spuren des Odysseus wandeln. Eine Wegstunde vom Hafen entfernt liegt laut Homer die Arethusa mit einem 40 m hohen Felsen darüber. Dies ist mit Gewissheit der Rabenfelsen. Etwas weiter landeinwärts kommt man zur Hochebene von Marathia, wo Eumaios die Schweine des Odysseus gehütet hat, auch daran gibt es keinen Zweifel. Unterhalb der Marathia-Hochebene liegt die Bucht von Agios Andreas, wo Telemachos, aus Pylos zurückkehrend, an Land ging.
Im Gegensatz zu der großen Nachbarinsel Kephallinia ist es auf Ithaka noch weitgehend still. Zwei große Bergmassive, verbunden durch eine nur 600 m breite Landbrücke gliedern die Insel in zwei Hälften. Die Inselhauptstadt Vathi mit ihrem Naturhafen liegt in einer fjordähnlichen Bucht im südlichen Teil der Insel.
Verträumte Bergdörfer, einsame Strände und kristallklares Wasser sind ein ideales Ziel für Leute, die Ruhe suchen. Auf Ithaka gibt es nur wenige Hotels, aber zahlreiche Privatunterkünfte und in der Inselhauptstadt herrscht kein Mangel an gemütlichen Tavernen.
Sehenswert
Die Nymphengrotte „Marmaro Spilia“ im Südwesten der Stadt Vathi. Hier soll Odysseus die Schätze von Alkinoos versteckt haben.
Der Rabenfelsen im Südosten der Insel, die Quelle der Arethusa und das Plateau von Marathia, wo sich die Schweinställe des Eumaios befunden haben sollen. Diese Orte werden als die bei Homer beschriebenen Schauplätze der Odyssee identifiziert.
Bei Aetos, 6 km nördlich von Vathi, findet man in einer Höhe von 380 m die Reste der antiken Siedlung Alalkomeni, sie wird manchmal als „Stadt des Odysseus“ bezeichnet.
Bei Pelikata, nördlich des Dorfes Stavros, wurden Reste einer um 2200 v. Chr. gegründeten Siedlung freigelegt. Sie gilt als der wahrscheinlichste Standort des Palastes von Odysseus.
Oberhalb des Dorfes Stavros ist die Kirche von Anogi mit mittelalterlichen Wandfresken sehenswert. Nach etwa zwei Kilometern kann man zur Bucht von Friskis hinuntersteigen.
Empfehlenswerte Strände
Sarakinikobucht im Süden der Insel
Verkehrsverbindungen
Erreichbar ist Ithaka per Schiff u.a. von Patras, Kaphallinia und Lefkas aus.
Kephallinia
Größe 744 km² Höchster Berg Aenos (1.628 m) Einwohner ca. 40.000 Inselhauptstadt Argostolion

Kephallinia ist als die größte und gebirgigste der Ionischen Inseln eine Welt für sich. Ihren Namen hat die Insel von dem attischen Helden Kephalus erhalten, der bei der Jagd versehentlich seine ihn belauschende Gattin Prokris getötet hatte. Obwohl er in Delphi von aller Schuld freigesprochen wurde, kehrte er nicht in seine Heimatstadt Athen zurück, sondern wurde der Fürst von Same an der Ostküste Kephallinias (noch vor Odysseus Zeit).
In der Antike war nur der Westteil der Insel als Kephallinia bekannt. Der Ostteil nannte sich Same nach der antiken Hauptstadt. Von dieser Stadt sind oberhalb des heutigen Dorfes Sami noch beeindruckende Mauerreste erhalten.
Die heutige Hauptstadt Argostolion wurde im Jahre 1757 von den Venezianern gegründet und von dem schweren Erdbeben 1953 weitgehend zerstört.
Kephallinia ist fruchtbar, reich an Wald, Blumen und Früchten. Die Insel hat außer guten Böden ausreichende Niederschläge im Winter und die gleich Anzahl an Sonnenstunden wie Kreta. Ihre Küsten boten schon immer einen sicheren Schutz für Schiffe. Kephallinia besteht aus einem bis zu 1.628 m hohen Ostteil und der Halbinsel Lixouri im Westen mit nur einem Siebtel der Inselfläche. Dazwischen liegt die Bucht von Argostolion mit einer Länge von 10 Kilometern.
Von den Anfängen bis zum 2. Weltkrieg war Kephallinias Geschichte sehr wechselhaft. Die Inselbewohner sahen die Heere der Eroberer kommen und gehen.
189 v. Chr. wurde die Insel von den Römern in Besitz genommen.
Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches gehörte Kephallinia zum Ostreich.
Als Hauptort des Militärbezirks Kephallinia wurde sie Angriffsziel der sizilianischen Normannen.
Ab 1099 gehörte Kephallinia zu Pisa.
Die Kreuzfahrer schließlich machten aus den Ionischen Inseln eine selbständige Grafschaft.
Die Türken eroberten Kephallinia erst 1479, um sie gleich darauf (1500) wieder an die Venezianer zu verlieren.
1797 kamen die Franzosen, 1808 die Engländer und seit 1864 gehört Kephallinia zu Griechenland.
Auf Kephallinia ist die heidnische Seele des antiken Griechenlands noch besonders lebendig. Das mag an mehreren merkwürdigen Phänomenen liegen, die man nur auf dieser Insel beobachten kann.
Man behauptet, dass hier am 15. August Seelen aus dem Fegefeuer aufsteigen, um sich in der Nähe einer kleinen Kapelle bei Argostolion zu versammeln. Dabei nehmen sie die Gestalt kleiner Schlangen an. Tatsache ist, dass am 15. August tatsächlich unzählige kleine, völlig harmlose Katzennattern aus dem Boden kommen und am Tag darauf wieder verschwunden sind. Die Nattern tragen ein schwarzes Kreuz auf dem Kopf, daher ist es kein Wunder, dass ihnen eine religiöse Bedeutung zugeschrieben wird. Eine Erklärung für dieses Phänomen gibt es bisher nicht. Aber jeder, der Griechenland kennt, wird verstehen, dass man dieses Ereignis mit einem großen Fest feiert. Man singt, tanzt oder wirft sich zu Boden und bittet die Muttergottes, sie möge eine der kleinen Schlangen über den eigenen Körper kriechen lassen, um für immer von allem Übel befreit zu sein.
Eine weitere Merkwürdigkeit kann man auf der Klippe Kounopetra bei Lixouri erleben. Der viereckige Felsen schaukelt auf furchterregende Weise, wenn jemand hinaufsteigt, obwohl die Basis der Klippe fest verankert ist.
Sehenswert
Antike Stätten
Auf Kephallinia gab es im Altertum vier Siedlungen: Krane, Pale, Pronoi u. Same.
5 Km südlich von Argostolion liegen die Reste der antiken Stadt Krane. Sie war in mykenischer Zeit die Inselhauptstadt. Auf der anderen Seite der Bucht bei Lixourion findet man Reste des antiken Pale. Reste des alten Same befinden sich oberhalb des heutigen Dorfes Sami im Osten der Insel. Die vierte antike Stadt Pronoi lag bei Skala an der Südspitze der Insel.
Südöstlich von Argostolion steht die Ruine des venezianischen Kastells Agios Georgios und das sehenswerte Kloster Agios Andreas aus dem 17. Jh. mit interessanten Fresken.
In der Nähe des Dorfes Masarakata, 9 km südöstlich von Argostolion findet man Felsgräber aus mykenischer Zeit.
Skala an der Südspitze der Insel war schon im Altertum bewohnt. Hier stehen die Reste eines Tempels aus dem 6. Jh. v. Chr., Teile des Tempels sind in der Kirche von Skala verbaut. Außerdem kann man eine römische Villa mit schönen Fußboden-Mosaiken besichtigen.
Der Badeort Asos wird von einer venezianischen Festung überragt.
Natursehenswürdigkeiten
Bei den Meermühlen von Lasis stürzt Meerwasser, dass von einer Nordströmung in die Bucht von Argostolion gedrückt wird, in unterirdische Katavothren („Schlucklöcher“, mancherorts verschwinden in ihnen ganze Flüsse). Erst auf der Ostseite der Insel, bei Sami, strömt das Wasser aus vielen Grotten wieder als Tageslicht. Einige dieser Grotten sind zugänglich, unter anderem die von Drougarati, in der eine so gute Akustik herrscht, dass hier sogar Konzerte gegeben werden.
Der Höhlensee Melissani bei Sami (Karavomilos) wird von den Ruinen einer antiken Akropolis überragt. Wenn die Sonne am höchsten steht, entstehen durch denkrecht einfallenden Strahlen beeindruckende Farbspiele und Reflexe auf der Wasseroberfläche und an den Höhlenwänden. Der See ist durch unterirdische Gänge mit dem Meer verbunden.
Die Halbinsel Lixouri bezaubert mit menschenleeren, rötlichen Sandstränden vor der weißen Kreideküste.
Im Nationalpark Aenos, an den Hängen des 1.628 m hohen Berges, wächst eine schwarze Tannenart (Abies Cephalonica), die nur auf Kephallinia heimisch ist.
Eingie Kilometer westlich von Fiskardo liegt der Alaties, ein Aussichtspunkt direkt an einer 80 m hohen Klippe aus rot-grauem Fels.
Empfehlenswerte Strände
- Fiskardo (Norspitze der Insel), Kieselstrand mit Schatten spendenden Olivenhainen,
- Asos (im Norden), guter Badestrand unterhalb der venezianischen Festung,
- Sami, eine der schönsten Kiesbuchten im Osten der Insel,
- Argostolion, Kiesbucht (Schnorchelparadies),
- Lourda, wunderschöner langer Kiesstrand, 500 m vom Dorf Lourdata entfernt, dass an einem Steilhang des Aenos liegt.,
- Platis Gialos, 3,5 km von Argostolion entfernt,
- Skala (an der Südspitze der Insel), von Pinien gesäumter Sandstrand,
Verkehrsverbindungen
Vom Flughafen, ca. 5 km südlich von Argostolion, bestehen innergriechische Verbindungen nach Athen und Korfu.
Fährverbindungen gibt es u.a. nach Ithaka, Lefkas, Zakynthos und dem Peloponnes.
Korfu
Größe 592 km² Höchster Berg Pantokrator (906 m) Einwohner ca. 110.000 Inselhauptstadt Kerkyra

Korfu ist die zweitgrößte und nördlichste Ionische Insel. Sie ist grün wie die Küste Liguriens und geprägt von der Jahrhunderte langen Herrschaft der Venezianer. Korfu gilt als das Scheria Homers, die glückliche Insel der Phäaken und als letzte Station des Odysseus vor seiner Heimkehr nach Ithaka. Hier fand er gastliche Aufnahme bei König Alkinoos und seiner Tochter Nausika.
Der Name der Insel wird mit der uralten Fruchtbarkeitsgöttin Gorgyra in Zusammenhang gebracht, die als das Schreckgespenst „Gorgo“ in der griechischen Sagenwelt weiterlebt.
An der wilden und häufig steilen Westküste Korfus gibt es kaum Dörfer, die Gegend ist ideal zum Wandern. Die meisten Siedlungen liegen an der Westküste unter anderem auch die Inselhauptstadt Kerkyra. Von hier aus kann man bis zum Festland mit den albanischen Bergen hinübersehen.
Die Stadt ist eine frühmittelalterliche Neugründung durch die Byzantiner, 2 km nördlich der durch die Überfälle slawischer und arabischer Seeräuber verwüsteten antiken Stadt gelegen. Die antike Stadt Korkyra lag auf der Landzunge Kanoni. Ihre Stadtmauer lief auf der Höhe von Anemomylos durch den Park von Monrepos zu der Bucht hinüber, an der einst der Hafen lag.
743 v. Chr. gründeten korinthische Seefahrer auf der von Illyrern bewohnten Insel ihre Siedlung Korkyra. Schon damals wurde hier Gorgo, die durch ihren Anblick versteinernde Mutter des Rosses Pegasus, verehrt. Durch seine verkehrsgünstige Lage wurde Korfu als Kolonie von Korinth so mächtig, dass es den Konflikt mit der Mutterstadt wagte.
665 und 435 v. Chr. besiegte Korfu allein die Korinthische Flotte, 433 v. Chr. mit Athener Unterstützung. Damit trug Korfu zum Beginn des Peloponnesischen Krieges bei.
427 – 425 v. Chr. ist Korfu Schauplatz der Kämpfe zwischen Athen freundlich gesinnten Demokraten und den aristokratischen Anhängern Spartas. Der Konflikt endete mit der Vernichtung der Aristokraten.
373 v. Chr. tritt Korfu dem 2. Attischen Seebund bei.
372 v. Chr. wehrt Korfu eine Belagerung Spartas ab.
Um 300 v. Chr. übernimmt der Tyrann Agathokles von Syrakus die Insel.
295 – 230 v. Chr. gehört Korfu zum Reich König Pyrus von Eprius, nach seinem Tod wird die Insel zu einem illyrischen Piratennest.
Als die Römer 229 v. Chr. dieses Unwesen bekämpfen wollen, stellt Korfu sich als freie Stadt unter ihren Schutz.
Im 4. Jh. n. Chr. wird Korfu dem Oströmischen Reich angeschlossen. In der folgenden Völkerwanderungszeit wird die Insel zum Ziel von Plünderungen durch Vandalen, Ostgoten und Slawen.
1267 fällt Korfu zusammen mit Sizilien an die in Neapel residierenden Herzöge von Anjou.
1386 – 1797 untersteht Korfu den Dogen von Venedig und erlebt im Gegensatz zu Griechenland, das unter der türkischen Gewaltherrschaft zu leiden hat, eine kulturelle Blütezeit.
1865 wird Korfu britisches Protektorat. Die Briten machen aus Korfu und sechs weiteren Ionischen Inseln die „Ionische Republik“.
1864 werden die Ionischen Inseln völlig überraschend dem griechischen König anlässlich seiner Thronbesteigung übergeben.
Klimatabelle Korfu
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Tages- temperaturen
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Wasser- temperaturen
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Sonnenschein- dauer
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Regentage
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April
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19°
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16°
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7
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7
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Mai
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24°
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18°
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9
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5
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Juni
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27°
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21°
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10
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2
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Juli
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31°
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23°
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12
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1
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August
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31°
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24°
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11
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1
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September
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28°
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23°
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9
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5
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Oktober
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22°
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21°
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6
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8
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November
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18°
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18°
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5
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11
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Sehenswert
Kerkyra-Stadt
Die neue Festung Fortezza Nuova im Haupthafen von Kerkyra. 1576 – 1589 von den Venezianern erbaut.
Die Kirche Agios Spyridon entstand 1589, um die 1456 aus Konstantinopel hergebrachten Gebeine des Schutzheiligen der Stadt aufzunehmen.
Museum mit dem berühmten Gorgonengiebel (um 590 v. Chr.). Er befand sich einst an der Westfront des Artemistempels der antiken Stadt.
Die Esplanada (Spianada), ist eine sehr schöne große Parkanlage.
Auf der nach Osten gerichteten Landzunge liegt die venezianische Festung Fortezza Vecchia. Sie wurde von den Byzantinern auf den zwei Kuppen dieses Vorgebirges angelegt und erhielt damals den Namen Korypho. Als 1537 die Türken die Venezianer von der Insel vertreiben wollten, war dies die letzte Zufluchtsstätte, die sie nicht einnehmen konnten. Nach dem Abzug der Türken durchstachen die Venezianer die Landzunge und machten sie zu einer Insel. Sie wurde laufend verstärkt und als die Türken sie 1716 erneut belagerten, konnten ihre Angriffe wiederum nichts ausrichten.
4 km südlich von Kerkyra, bei dem Dorf Kanoni, liegen zwei vorgelagerte Inselchen. Die vordere, Antilipsi mit dem Kloster Vlachernes, ist über einen Steg mit dem Festland verbunden. Dahinter liegt die Zypressen bestandene Pontekonissi, die „Mäuseinsel“, mit einer Kapelle aus dem 16. Jahrhundert. Die Mäuseinsel wurde durch ein Gemälde von Böcklin weltberühmt.
In Achilleion, 9 km südlich von Kerkyra, liegt eine weitläufige, 1890/91 für die österreichische Kaiserin Elisabeth „Sissi“ erbaute Villa inmitten einer bezaubernden Parklandschaft. Die Villa wurde im Stil italienischer Renaissancepaläste errichtet und 1907 vom deutschen Kaiser Wilhelm II gekauft. Bis 1914 kam er regelmäßig im Frühjahr nach Korfu. Heute ist die Villa ein Spielcasino.
In der Nähe des Dorfes Paläokastritsa, 27 km westlich von Kerkyra, liegt auf einer vorspringenden Landzunge das Kloster Panagia Theotokas. Von hier bietet sich ein beeindruckender Blick über das tiefblaue Meer. Das Kloster wurde in byzantinischer Zeit erbaut und ist bis heute bewohnt.
Nicht weit entfernt von Paläokastritsa liegt das Bergdorf Lakones mit den Ruinen der Burg Angelokastro aus dem 13. Jahrhundert und dem Aussichtspunkt „Bellavista“ in der Nähe.
Über das Bergdorf Strenillas erreicht man den Pantokrator. Auf seinem Gipfel steht ein bewohntes Kloster aus dem14. Jahrhundert.
Im Hafenort Kassiopi, 27 km nördlich von Kerkyra, kann man die Ruinen eines Kastells aus dem 13. Jahrhundert und den ehemaligen Standort eines Zeustempels besuchen. Kassiopi hat einen schönen, alten Fischerhafen, in dem man sich abends zum Fischessen trifft.
Natursehenswürdigkeiten
Im Norden der Insel, westlich des Dorfes Sidari liegt Kap Drastis mit einer bizarren Küstenlandschaft. Das Kap ist nur zu Fuß über das Dorf Peroulades zu erreichen. Ganz in der Nähe befindet sich der Canal d’Amour. Hier haben die Wellen im Laufe der Zeit schmale Fjorde in die gelben Lehmklippen gefressen.
Empfehlenswerte Strände
Die Strände an der dicht besiedelten Ostküste Korfus sind häufig sehr schmal. Lange und breite Sandstrände findet man an der Nord- und Westküste.
An der Ostküste sind die Strände Moraitika, Benitses, Pirgi und Dassia sehr schön, aber in der Saison auch ziemlich überlaufen.
Nördlich von Kerkyra:
- Lefkini, 40 km entfernt, langer Strand
- Kavos, 45 km entfernt, an der Südspitze der Insel, langer Strand
- Bei Vitalades an der Südspitze der Insel gibt es einen langen Sandstrand. Nur an Sommerwochenenden kommen auch Badegäste aus der Stadt. In der näheren Umgebung gibt es zahlreiche Badebuchten, die nur über Feldwege zu erreichen sind.
Westlich von Kerkyra:
- Paläokastritsa, 27 km entfernt, ist der wohl schönste, ab Mai jedoch überfüllte Inselort mit schönen Badebuchten
- Unterhalb von Pelekas, 13 km westlich von Kerkyra, liegt Glifada mit einem einmalig schönen Sandstrand und glasklarem Wasser.
Verkehrsverbindungen
Auf Korfu gibt es einen Flughafen, ca. 3 km südlich von Kerkyra
Fährverbindungen bestehen u.a. nach Igoumenitsa, Patras und Paxi
Kythera
Größe 278 km² Höhe 506 m Einwohner ca. 3.000 Inselhauptstadt Kythera

Kythera liegt als einzige der Ionischen Inseln nicht vor der Westküste Griechenlands, sondern bildet südöstliche des Peloponnes ein Brückenglied zur größten griechischen Insel Kreta. Kythera ist als Urlaubsort der Griechen im Ausland noch kaum bekannt.
Auf der Insel ist im Sommer zwar nicht unbedingt ruhig, aber doch sehr urig. Außerhalb der Saison sind die Inselbewohner unter sich.
Kythera ist ein Paradies für Wanderer, nicht zuletzt wegen der dicht beieinander liegenden Dörfer.
Verkehrsverbindungen
Flughafen, südlich von Kythera-Stadt mit innergriechischen Verbindungen nach Athen
Fährverbindungen bestehen (zumindest in den Sommenmonaten) nach Neapolis (rechter Finger des Peloponnes), Gythion (Peloponnes) und nach Piräus.
Lefkas
Größe 292 km² Höchster Berg Elati (1.158 m) Einwohner ca. 23.000 Inselhauptstadt Lefkas

Lefkas ist eine sehr reizvolle Insel. Wegen ihrer hellen Steilküste unterbrochen von herrlichen Sandstränden wird sie auch die „weiße Insel“ genannt. Mit der Steilküste und geheimnisvollen Grotten im Westen und der flachen, bewaldeten Küste im Osten übt sie einen ganz besonderen Zauber auf ihre Besucher aus. Vor der Bucht von Nidri an der Ostküste liegen mehrere kleine Eilande, u.a. die Insel Skorpios, die Privatinsel der Familie Onassis.
Ein Gebirge teilt die Insel in mehrere Abschnitte, in denen fruchtbare Täler liegen. Die Südspitze der Insel, der „Leukadische Felsen“ genießt einen zweifelhaften Ruf. Von der 72 m hohen Klippe sprangen im Altertum unglücklich Liebende in den Tod. Unter anderem soll die Dichterin Sappho von Lesbos hier den Tod gefunden haben.
Ob es sich bei Lefkas wirklich um eine Insel handelt, ist umstritten. Zwar ist Lefkas wie eine richtige Insel vom Wasser umgeben, aber auf der Festlandseite ist dieses Wasser so flach, dass es schon Schmeichelei wäre, von einer Lagune zu reden. So gleichgültig die Diskussion, ob Lefkas eine Insel oder Halbinsel ist, auch scheint, in der Praxis standen die Menschen vor einem große Problem. Für einen Fährverkehr nach Lefkas war das Wasser zu flach und für einen Wagenverkehr vom Festland zur Insel zu tief. Vielleicht ist dies auch der Grund dafür gewesen, dass Lefkas erst 640 v. Chr. von Korinth kolonisiert worden ist. Also erst ein Jahrhundert später, als das weiter entfernte Korfu.
Die Kolonisten versuchten das Verkehrsproblem zur Insel zu lösen, in dem sie begannen in der Lagune einen Kanal zu baggern. Für damalige Zeiten muss dies ein gigantisches Unternehmen gewesen sein. Die Ränder des Kanals sanken immer wieder in sich zusammen und so musste der Kanal ständig wieder ausgebaggert werden. sollte er seinen Zweck erfüllen.
425 v. Chr. passierte es dann: Fast die gesamte Kriegsflotte von Korfu fuhr sich in der Lagune fest und musste unter schwierigsten Bedingungen wieder flott gemacht werden.
Erst die Römer unter Kaiser Augustus bekamen die Verkehrsverbindung nach Lefkas in den Griff. Sie baggerten den Kanal erneut aus und errichteten gleichzeitig eine Brücke von Festland zur Insel. Nun war Lefkas auf dem Land- und auf dem Seeweg erreichbar.
Der Kanal musste ständig instand gehalten und wieder ausgebaggert werden. Nach dem Untergang des Römischen Reiches versandete er und die Brücke stürzte ein. Lefkas war wieder genauso von der Welt abgeschnitten wie vor der Kolonisierung durch Korinth.
In der folgenden Zeit fielen die Franken auf Lefkas ein, gefolgt von Venezianern und Türken, die 1684 erneut von den Venezianern vertrieben wurden.
Die Menschen auf Lefkas haben viel von den Venezianern übernommen. Das Glas Santa Mavra, ein frischer lokaler Wein, würde kein Mann jemals ablehnen. Dieser Brauch entspricht der venezianischen „ombra“ („Schatten“). Eine „ombra“ wird in Venedig zu jeder Tageszeit und zu jedem Anlass getrunken.
Ebenso „venezianisch“ sind die Inselbewohner im Umgang mit Fremden. Wie im Veneto folgen hier die Höflichkeitsformen einem sehr alten Kodex. Mit sehr großer Aufmerksamkeit wird beobachtet, ob auch der Fremde ihn befolgt. Ein falsches Wort oder eine falsche Geste können ein Urteil für immer bewirken.
Sehenswert
Auf dem Festland gegenüber der Insel liegt die venezianische Festung Santa Maura aus dem 13. Jahrhundert.
Reste der antiken Siedlung findet man 3 km südlich der heutigen Stadt Lefkas.
Bei Nidri legte der deutsche Archäologe Dörpfeld von 1905 – 1910 mehrere Rundbauten (um 2000 v. Chr.) frei. Er vertrat die Ansicht, Lefkas sei das Ithaka in Homers Odyssee. Eine These, die sich als falsch erwies.
An der Südspitze der Insel befindet sich der Leukadische Felsen, von dem in der Antike unglücklich Liebende in den Tod sprangen.
Empfehlenswerte Strände
An der Ostküste findet man bei Kariotes und Kikiana sehr schöne Strände mit glasklarem Wasser.
An der Westküste liegt in der Nähe von Agio Nikitas eine traumhafte Badebucht.
Verkehrsverbindungen
Dank der Brücke zum Festland ist die Insel gut mit dem Auto zu erreichen. (Autofähre Ancona – Igoumenitsa)
Der nächstgelegene Flughafen in Preveza auf dem Festland.
Othoni
Größe 9 km² Einwohner ca. 100

Othoni mit seinem Kieselstrand liegt nordwestlich von Korfu und findet wie Erikoussa nicht auf allen Landkarten Erwähnung.
Verwilderte Olivenhaine laden zum Durchwandern ein und in den einfachen Kafenions kann man den Alltag vergessen.
Verkehrsverbindungen
Mit dem Boot von Korfu aus.
Paxi
Größe 19 km² Höchster Berg Agios Isavros (247 m) Einwohner ca. 2.200 Inselhauptstadt Gaios

Paxi ist eine ruhige und ursprüngliche Insel mit üppiger, subtropischer Vegetation. Beliebtes Ausflugziel sind die Grotten an der steil abfallenden Westküste. Sie werden auch von Ausflugdampfern angesteuert. Es gibt herrliche Sandbuchten, zerklüftete Felsküsten mit Seegrotten und verlockende Fischgründe, die man am besten mit dem Motorboot erkundet.
Die Inselhauptstadt Gaios liegt an der Ostküste und hat einen kleinen Naturhafen. Vor der Einfahrt in den malerischen Hafen trifft man auf die kleinen Inseln Panagia und Agios Nikolaos mit einer venezianischen Festung und einer schönen alten Windmühle. Die Inseln Mongonissi und Kaltsonissi liegen vor der Südspitze Paxis.
Sehenswert
Vom Fischerdörfchen Lakka (ebenfalls in einer geschützten Bucht gelegen) kann man mit dem Motorboot zur großen Seegrotte Ipapanti (2 Seemeilen) fahren.
Reizvoll ist auch ein Ausflug zur nahegelegenen Insel Antipaxi (von Gaios aus in 30 Minuten zu erreichen). Auf dieser idyllischen Insel mit Weinbergen und paradiesisch schönen Sandstränden leben nur etwa 120 Menschen.
Verkehrsverbindungen
Fährverbidnungen bestehen nach Korfu und Patras.
Zakynthos 
Größe 402 km² Höhe 758 m Einwohner ca. 35.000 Inselhauptstadt Zakynthos

Die Venezianer nannten Zakynthos „Fiore di Levante“ (Blume der Levante), denn die Insel war und ist noch immer ein großer Garten. Im Westen von steil ins Meer abfallenden Kalksteinklippen begrenzt, zeigt sich Zakynthos im Osten lieblich grün mit lebhaften Urlaubsorten und schönen Sandstränden.
Die Jahrhunderte lange Herrschaft der Venezianer hat auch auf Zakynthos ihre Spuren hinterlassen. Schlanke Campanille, arkadengesäumte Plätze und schmucküberladene Kirchen vermitteln noch immer viel italienisches Flair. Venezianischen Ursprungs sind auch die „Kantades“, italienische Liebeslieder, die in einigen Lokalen mit griechischen Texten zur Mandoline gesungen werden.
Zakynthos war die südlichste Insel im Reich des Odysseus und von hier aus brachen Tausende von Achäern in den Trojanischen Krieg auf. Ihr Name geht der Legende nach auf Zakynthos zurück, den Sohn des mythischen Königs Dardanos, der die Stadt gründete, die später Troja genannt wurde.
Ende des 18. Jahrhunderts war „Zante“, wie die Insel damals genannt wurde, ein blühendes Zentrum der Kunst und Literatur. Hier wurde 1798 Dionysos Solomos geboren, der erste Dichter des modernen Griechenlands und Verfasser der „Hymne an die Freiheit“, der griechischen Nationalhymne.
Die Inselhauptstadt Zakynthos liegt an der Stelle der antiken Stadt gleichen Namens. Das venezianische Kastell und die malerische Altstadt fielen dem schweren Erdbeben von 1953 zum Opfer.
An Sandstränden herrscht auf Zakynthos kein Mangel. Über 120 Kilometer sollen sie insgesamt lang sein. Tierschützer und die Hotellobby streiten schon lange um die Nutzung der Strände, an denen die Meeresschildkröten während der Eiablage ungestört bleiben müssen.
Die Unterwasserwelt rund um Zakynthos genießt bei Tauchern einen ausgezeichneten Ruf. Bei einer Sichtweite von bis zu 50 m und einer Wassertemperatur von 20° - 26° C kann man zerklüftete Felsgebilde mit den typischen Riffformationen, Höhlen, Steilwänden, Grotten und Torbögen entdecken.
Unterwasserfotografen werden zahlreiche Motive finden: Zackenbarsche, Muränen, Tintenfische, Langusten, Krebse und Garnelen, mit etwas Glück vielleicht auch einen Rochen.
Auf Wanderungen entlang der Kirchen und Klöster kann man Land und Leute kennen lernen. Zahlreiche prächtige Villen mit parkähnlichen Gartenanlagen findet man auf dem Land, viele von ihnen mehr oder weniger verfallen, was ihnen zusätzlichen Charme verleiht.
Sehenswert
Das Museum in Zakynthos-Stadt birgt bedeutende Zeugnisse der Ikonenmalerei auf den Ionischen Inseln.
Oberhalb von Zakynthos-Stadt liegen die Reste der Venezianischen Festung. Die Zinnen stehen noch und der einstündige Fußmarsch wird durch eine einmalige Aussicht belohnt.
Im Bergdorf Volimes kann man einen venezianischen Turm und Kirchen aus dem 12. und 14. Jahrhundert mit sehenswerte Fresken bewundern.
Die Klosterfestung Agios Dionysos aus dem 13. Jahrhundert kann man bei einem Bootsausflug zur Inselgruppe Strofades ansehen.
Natursehenswürdigkeiten
Unbedingt besuchen sollte man die Pechquellen bei dem Dorf Keri im Südwesten der Insel. Unterhalb von Keri liegen die größten Grotten Zakynthos.
Bei Schinari, dem nördlichsten Kap der Insel befinden sich die blauen Grotten. Mit kleinen Booten kann man z u den von der Brandung ausgewaschenen Höhlen hinaus fahren. Das einfallende Sonnenlicht lässt das Meer in allen Farben schillern, von Smaragdgrün bis zum leuchtenden Hellblau. Besucher, die den Sprung ins Wasser wagen, erscheinen plötzlich blau.
Weiter südlich kommt man zu der Xyngia-Grotte, in der eine Schwefelquelle entspringt, die das Meer in einem Umkreis von 500 m weiß färbt. Um die Xyngia-Grotte rankt sich eine der Insellegenden. Hier soll einmal die Nymphe Xyngia gelebt haben, die noch heute Tränen vergießt, weil ein Seemann sie verführt und dann verlassen hat. Ihre Tränen sollen es sein, die die Farbe des Wasser verändern.
Smuggler’s bay mit seinem Schiffswrack ist wohl eine der bekanntesten Buchten Griechenlands. Niemand weiß genau, wann das Schiff dort strandete und was die Ursache dafür war. Viele kleine Geschichten ranken sich um diese Bucht. Ein herrlicher Anblick ist sie allemal.
Empfehlenswerte Strände
- Laganas, 9 km südlich von Zakynthos-Stadt mit einem 7 km langen Sandstrand. Leider in der Saison ziemlich voll.
- Tsilivi
- Porto Roma
- Vasilikos, verstreut liegende Häuser auf der östlichen Landzunge Zakynthos. Einige herrliche Strände sind von hier aus bequem zu Fuß erreichbar.
- Argassion
Verkehrsverbindungen
Auf dem Flugplatz südlich von Zakynthos-Stadt landen immer häufiger auch Chartermaschinen. Außerdem bestehen innergriechische Verbindungen nach Korfu und Athen.
Fährverbindungen bestehen nach Kephallinia und Kyllini (Peloponnes).
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