Israel
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Wissenswertes

Israel

Informationen zu Land und Leuten

 

 

Regierung

Geographische Daten

Land & Leute

Kultur / Geschichte

 

 

Offizieller Name

Staat Israel

Medinat Yisra’el (hebräisch)

Isra’il (arabisch)

Israel war der zweite Name von Jakob, einem der Ahnherren aller israelitischen Stämme. Die Bedeutung des Wortes ist nicht ganz geklärt. Es soll etwa „Streiter Gottes“, „Gott strahlt“ oder „Möge Gott sich als Herrscher erweisen“bedeuten.

 

Hauptstadt

Jerusalem (ca. 600.000 Einwohner)

Yerushalayim (hebräisch)

Al-Quds (arabisch)

 

Landessprache

(Neu-)Hebräisch und Arabisch


Währung

Neuer Israelischer Schekel (NIS), 1 Schekel = 100 Agorot

 

Uhrzeit

OEZ = MEZ + 1 Stunde

 

Internationales Kennzeichen

IL

 

Flagge

Weißer Hintergrund mit zwei blauen, waagerechten Streifen am oberen und unteren Rand. In der Mitte in blau der Davidsstern. (Geht auf den Tallis, den jüdischen Gebetsschal, zurück)

 

Nationalhymne (1. Strophe)

„Solange im Herzen darinnen ein jüdisches Fühlen nach taut, solang gen Südosten zu den Zinnen von Zion ein Auge noch schaut, solang lebt die Hoffnung auf Erden, die uns 2.000 Jahre verband, dass ein Freivolk wir wieder werden in Zion, Jerusalems Land.“

 

Bevölkerung

6,1 Mio. Einwohner

 

Bevölkerungsdichte

275,5 Menschen pro km²

 

Ethnische Zusammensetzung

Juden 80,5 %, Araber und andere 19,5 %

 

Religion

Juden 80,5 %, Moslems 14,6 %, Christen 3,2 %, andere 1,7 %

 

 

 

Regierungsform

Parlamentarische Republik

 

Staatsoberhaupt

Ezer Weizmann, Staatspräsident

 

Regierungschef

Ariel Scharon, Ministerpräsident

 

Bruttoinlandsprodukt (1999)

69,74 Mrd. US$

 

Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (1999)

12.869 US$

 

Nationalfeiertag

Der Nationalfeiertag wechselt von Jahr zu Jahr, gefeiert wird der Tag der Unabhängigkeit (1948).

 

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Israel wird ein Visum erforderlich. Dieses wird bei Personen, die nach dem 01.01.1928 geboren wurden, bei der Einreise erteilt.

 

 

 

Lage

Asien, Mittlerer Osten (34° O – 36° O / 29° N – 33° N)

Nördliche Grenze:

Libanon, Syrien

Östliche Grenze:

Jordanien

Südliche Grenze:

Rotes Meer, Ägypten

Westliche Grenze:

Mittelmeer

 

Fläche

21.056 km²

 

Höchster Punkt

Meron (1.208 m)

 

Tiefster Punkt

Ufer des Toten Meeres (- 399 m)

 

Hauptflüsse

Jordan (320 km auf israelischem Staatsgebiet

 

Größte Städte

Jerusalem

ca. 600.000 Einwohner

Tel-Aviv-Yafo

ca. 355.000 Einwohner

Haifa

ca. 255.000 Einwohner

Rishon LeZiyyon

ca. 170.000 Einwohner

Holon

ca. 165.000 Einwohner

Petah Tiqwa

ca. 155.000 Einwohner

 

Internationale Flughäfen

Ben Gurion Airport in Lod (bei Tel Aviv)

Ovda

Elat

 

Wichtigste Häfen

Haifa, Ashdod, Elat (am Roten Meer)

 

Gliederung

6 Distrikte, 17 Unterdistrikte

 

 

 

Klima

In der Küstenebene herrschen heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter vor. Im Bergland sind die Sommer trocken und warm, die Winter aber gemäßigt kalt mit gelegentlichem Schnee. Das Jordantal bildet eine eigene Klimazone mit heißen, trockenen Sommern und angenehmen Wintern. Im Süden herrschen mitteltrockene Bedingungen mit heißen Tagen und kalten Nächten.

Die beste Reisezeit ist der Frühling, wenn alles blüht, aber die Temperaturen noch nicht so hoch sind.

 

Mittlere Temperatur

 

Januar

April

Juli

Oktober

Dezember

Tel Aviv

12,5°

18°

26°

22°

14°

Jerusalem (Höhe 757 m)

16°

23°

22°

10°

Elat (am Roten Meer)

15

24°

33°

27°

16,5°

 

Geographie

Israel ist ein kleines Land, weist aber die topographischen und klimatischen Charakteristiken eines ganzen Kontinents auf. Landschaftliche Formationen reichen von bewaldetem Hochland und fruchtbaren grünen Tälern über Gebirgswüsten bis hin zum subtropischen Jordantal. Das Tote Meer bildet zudem den tiefsten Punkt der Erde.

Israel lässt sich in vier Landschaftsgebiete aufteilen: den dichtbesiedelten, fruchtbaren Streifen am Mittelmeer, das in der Mitte liegende, bis über 1.000 m hohe Gebirgsland, das Große Grabental (mit dem Flussbett des Jordan, der nach Süden fließend ins Tote Meer mündet) und die Negevwüste im Süden.

Rund die Hälfte der israelischen Landfläche ist Trockengebiet mit ständiger Wasserknappheit.

 

Flora/Fauna

Israel verfügt über eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Fast 400 Vogelarten und etwa150 Säugetier- und Reptilienarten findet man hier.

Der immergrüne Wald wurde im Laufe von Jahrhunderten gerodet, aber eine umfangreiche Aufforstungsprojekte mit Nadelbäumen, Eukalyptus- und Zitronenbäumen hat begonnen. Die Vegetation der Berge in der Mitte Israels besteht aus Gesträuch und der mediterranen Macchie. 150 Naturschutzgebiet und 65 Nationalparks verteilen sich über das ganze Land.

 

Beliebte Urlaubsziele

Elat am Roten Meer

Heilige Städte: Jerusalem, Bethlehem u. Nazareth

Tote Meer

 

Sehenswürdigkeiten / Weltkulturerbe

Die Altstadt und die Stadtmauer von Jerusalem wurde zum Weltkulturerbe erklärt.

 

Essen und Trinken

Israel Speiseplan ist durch die zahlreichen Kulturen sehr vielfältig.

Huhn und Fisch stehen häufig auf dem Speiseplan, außerdem mit Olivenöl und Zitronensaft angemachte Salate.

Falafel

Klößchen aus frittiertem Kichererbsenbrei, die mit Fladenbrot gegessen werden.

Kebab

Fleisch u. Gemüse auf einem Spieß

Tshulnt

Bohneneintopf

Burékas

Teigtaschen, mit Spinat und Käse gefüllt

Borschtsch

russische Rote-Rüben-Suppe

Gefilte Fish

gebackener oder gegarter Fisch

Die wichtigste Mahlzeit des Tages ist das Mittagessen, das außer Freitags am frühen Nachmittag eingenommen wird.

 

Redewendungen

gebräuchliche Begrüßungen

Friede (gebräuchlichste Begrüßung)

Shalom

Was gibt’s Neues?

Ma Nishma?

Was ist los?

Ma Inyanim?

Wie geht es?

Ma Shlomcha?

 

Umgangsformen

Viele orthodoxe und konservative Juden essen nur „koschere“ Lebensmittel. Koscher ist z.B. nur das Fleisch von Wiederkäuern mit gespaltenen Hufen (Kühe, Schafe, aber keine Schweine). Dazu kommen Regeln, wie die Schlachtung der Tiere zu erfolgen hat. Ebenfalls koscher sind Tiere mit Schuppen und Flossen, also Fische, aber keine Schalentiere. Milchprodukte dürfen nicht gemeinsam mit Fleisch oder Geflügel gekocht oder gegessen werden.

 

Kultur / Geschichte

Die jüdische Kultur entstand in Palästina, entwickelte sich aber über Jahrhunderte hinweg außerhalb von Israel (Diaspora).

7000 v. Chr.

Im Gebiet der heutigen Staaten Israel und Jordanien entstehen die ersten festen Siedlungen (Jericho im Westjordanland ist wahrscheinlich die älteste Stadt der Welt.)

3100 v. Chr.

Von der arabischen Halbinsel wandern semitische Volksstämme ein. Das Gebiet ist wegen seiner Lage zwischen Asien und Afrika ein begehrtes Streitobjekt zwischen den Hochkulturen in Ägypten und Mesopotamien.

2000 v. Chr.

Semitische Hebräer aus Mesopotamien lassen sich im Gebiet des heutigen Israel und Jordanien nieder, wandern jedoch bald in Richtung Niltal ab, wo sie versklavt werden.

1300 v. Chr.

Moses führt die Israeliten aus Ägypten, es folgt eine 40-jährige Wüstenwanderung bis zum Empfang der Zehn Gebote am Berg Sinai. Danach lassen sich die Israeliten nieder.

1020 v. Chr.

Saul wird erster König von Israel.

1006 v. Chr.

König David macht Jerusalem zu seiner Hauptstadt, während seiner Regierungszeit kann er seinen Machtbereich zeitweise bis nach Syrien hinein ausdehnen.

968 v. Chr.

Salomo, der Sohn Davids, wird König. Er belegt das  Volk mit hohen Steuern und zieht es zu Zwangsarbeiten heran.

928 v. Chr.

Nach dem Tod Salomos kommt es wegen der hohen Steuerbelastung zu schweren Unruhen. Das Land wird in Israel und Judäa geteilt.

840 v. Chr.

Israel wird den Assyrern (Mespotamien) tributpflichtig.

722 v. Chr.

Die Assyrer erobern Israel, weil König Hosea den Tributzahlungen nicht mehr nachkommen will. Die Bevölkerung wird nach Syrien und Mesopotamien verschleppt.

669 v. Chr.

Ägypten wird von den Assyrern erobert, kann die Assyrer aber schließlich bis Mesopotamien zurückdrängen. Die Gebiete der heutigen Staaten Israel, Jordanien, Syrien und Libanon stehen wieder unter ägyptischem Einfluss.

587 v. Chr.

Nebukadnezar II. erobert Syrien und Palästina. Rund 40.000 Juden werden als Sklaven nach Babylon verschleppt.

539 v. Chr.

Der persische Achämenidenkönig Kyros II. erobert Babylon und macht es einschließlich Palästina zur Provinz des Perserreiches.

336 v. Chr.

Alexander der Große erobert bis 323 fast das gesamte Perserreich.

323 v. Chr.

Nach dem Tod Alexander des Großen übernimmt Ptolemäus die Verwaltung Ägyptens, Palästinas und des südlichen Syrien.

198 v. Chr.

Der Seleukidenkönig Antiochos III. erobert das südliche Syrien und Palästina.

63 v. Chr.

Die Römer erobern Jerusalem und innerhalb weniger Monate ganz Palästina.

37 v. Chr.

Der mit Rom kooperierenden Herodes, ein Halbjude, wird König von Judäa.

6 n. Chr.

Nach Herodes Tod wird sein Sohn Archelaos des Landes verwiesen und durch ein römischen Präfekten ersetzt. Der Widerstand der Juden wächst.

26 n. Chr.

Pontius Pilatus wird von den Römern zum Präfekten von Judäa ernannt.

27 n. Chr.

Jesus von Nazareth wird wegen seiner Predigten von den Juden als Gotteslästerer und von den Römern als Rebell angesehen.

30 n. Chr.

Pontius Pilatus lässt Jesus von Nazareth in Jerusalem ans Kreuz schlagen. Die zwölf Jünger Jesu führen Jesus Predigten fort. Die neue Glaubensgemeinschaft, die die Bezeichnung „Christen“ erhält, hat bald zahlreich Anhänger in Palästina und Syrien.

64 n. Chr.

Mit der Hinrichtung der ehemaligen Jünger Petrus und Paulus und zahlreicher anderer Christen in Rom beginnt die Christenverfolgung.

66 n. Chr.

Die Juden rebellieren gegen die Römer. Der Aufstand endet 70 n. Chr. mit der Zerstörung Jerusalems und des Tempels (die Klagemauer, das höchste jüdische Heiligtum, ist ein Überrest dieses Tempels). Zahlreiche Juden werden als Sklaven verkauft.

73 n. Chr.

In der Felsenfestung Massada verschanzte Juden werden von Rom belagert. Sie begehen Selbstmord, als die Lage aussichtslos wird.

132 n. Chr.

Als der römische Kaiser Hadrian den Hellenismus durchsetzen will (u.a. soll die jüdische Beschneidung verboten werden), kommt es zum 2. Aufstand. Die Rebellen können weite Teile Judäas zurückerobern.

135 n. Chr.

Römische Truppen unterwerfen die Juden erneut. Hadrian baut Jerusalem im römischen Stil wieder auf. Er verbietet den Juden ihre Religion und untersagt ihnen, Jerusalem zu betreten.

313 n. Chr.

Rom erkennt das Christentum an.

395 n. Chr.

Nach der Teilung des römischen Reiches wird die Provinz „Vorderasien“ Teil des Oströmischen Reiches.

614 n. Chr.

Der Perserkönig Chosrau II. besetzt neben großen Teilen des Oströmischen Reiches auch Jerusalem. Er gibt die Stadt den Juden zurück und verschleppt 40.000 Christen nach Persien.

Bereits nach 3 Jahren gewinnt das Christentum in Jerusalem wieder die Oberhand und verbannt die Juden erneut aus der Stadt.

630 n. Chr.

Den Byzantinern gelingt die Vertreibung der Perser aus Palästina und Syrien.

634 n. Chr.

Die Araber erobern von Medina (Saudi-Arabien) aus ganz Syrien, Palästina und Mesopotamien (bis 637, Ägypten (642) und bis zum Tod ihres Kalifen Omar (644) nahezu das gesamte Perserreich.

977 n. Chr.

Die Fatimiden (schiitisch-islamisch) übernehmen die Macht in Palästina.

1076

Suniitisch-islamische Seldschuken erobern Syrien und Palästina. Sie liefern durch ihre Überfälle auf christliche Pilgerer den Grund für die Kreuzzüge.

1098

Auf Wunsch von Papst Urban II. brechen christliche Kreuzfahrerheere unter größten Strapazen nach Palästina auf. Sie unterwerfen Antiochia und machen es zu einem christlichen Fürstentum.

15.07.1099

Nach einem Siegeszug entlang der Mittelmeerküste nehmen die Kreuzfahrer Jerusalem ein und errichten das christliche Königreich Jerusalem. Die Kreuzritter nehmen in rascher Folge auch noch die wichtigsten Küstenstädte Palästinas und Syriens ein. Sie entstehen die Grafschaften Edessa, Urfa und Tripolis. Versuche, weiter nach Osten oder Ägypten vorzudringen, scheitern.

1187

Sultan Salah ad-Din mobilisiert die arabische Welt zum Heiligen Krieg gegen die Kreuzfahrer und vertreibt sie aus Jerusalem und den meisten Städten entlang der Mittelmeerküste.

1187

Im dritten Kreuzzug können die Kreuzritter die Insel Zypern, Akko und einige Küstenstädte zurückgewinnen. Die Rückeroberung Jerusalems scheitert.

1192

Richard Löwenherz und Salah ad-Din schließen einen Waffenstillstand. Die Kreuzfahrer behalten die Küste. Jerusalem, Bethlehem und Nazareth bleiben unter islamischer Herrschaft. Die Christen haben jedoch Zugang zu den heiligen Stätten.

1229

Durch geschickte Verhandlung erlangt Friedrich II. einen großen Teil Palästinas, Jerusalem, Bethlehem und Nazareth zurück. Er kehrt dem Land jedoch kurz darauf den Rücken.

1244

Jerusalem geht an die türkisch-islamischen Seldschuken und kann auch in den folgenden Kreuzzügen nicht zurückgewonnen werden.

1258

Mongolen verwüsten Vorderasien, können aber von den in Ägypten herrschenden Mameluken aus Palästina und Syrien vertrieben werden.

1268

Die Mameluken erobern innerhalb weniger Jahre die meisten Besitzungen der Kreuzfahrer. Diese geben sich nach der Einnahme von Akko (1291) endgültig geschlagen und ziehen sich nach Zypern zurück.

1400

Die Mongolen verwüsten Vorderasien erneut und werden von den Mameluken 1401 endgültig aus Syrien und Palästina vertrieben.

1492

Aus Spanien vertriebene Juden lassen sich in Palästina nieder.

1516

Das Osmanische Reich erobert Syrien und Palästina.

ab 1600

Während des langsamen Zerfalls des Osmanischen Reiches versetzen arabische Beduinen die Bevölkerung durch Raubüberfälle in Angst und Schrecken. Die Judenzentren Zfat, Tiberias, Haifa, Akko und Tyros erleben einen neuen Aufschwung. Zahlreiche, in den letzten Jahrhunderten geflohene Juden kehren nach Palästina zurück.

1831

Der Statthalter der Osmanen in Ägypten versucht Vorderasien zu unterwerfen, muss sich aber, als die Franzosen ihn bei seinem Feldzug im Stich  lassen, wieder nach Ägypten zurückziehen.

1882

Aufgrund des stetig wachsenden Antisemitismus in Europa kehren zahlreiche Juden nach Palästina zurück. Die Städte, vor allem Jerusalem, wachsen rapide an.

1916

Mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrages nach dem 1. Weltkrieg verzichten die Osmanen auf alle Gebiete in Vorderasien.

1920

Bei der Aufteilung der arabischen Provinzen nach Ende des 1. Weltkrieges wird Palästina zunächst Mandat des Völkerbundes, der es schließlich an Großbritannien weitergibt, das den Zionisten in aller Welt den Beistand an der „Bildung einer nationalen Heimstätte für das Volk“ in Palästina versprochen hat.

1921

Die in Palästina lebenden Araber (ca. 90 % der Bevölkerung) protestieren gegen die Durchführung der britischen Pläne.

Nach ersten gewalttätigen Überfällen auf jüdische Siedlungen, trennt Großbritannien den größten Teil Palästinas unter dem Namen „Transjordanien“ ab und setzt einen arabischen Verwalter ein. Juden ist das Siedeln in diesem Territorium untersagt.

1923

Transjordanien wird zum selbständigen Emirat unter britischer Verwaltung.

1939

Während des 3. Reiches steigt der Einwanderungsstrom europäischer Juden rapide an. Großbritannien verfügt einen Einwanderungsstop und begrenzt die Juden-Immigration auf 75.000 für die nächsten fünf Jahre. Eine erneute Teilung des Landes lehnen Juden und Araber ab.

1940

Die britische Verwaltung regelt den Landerwerb für Juden und Araber neu. Durch eine Trennung der Siedlungsgebiete beider Volksgruppen erhofft man sich eine friedfertige Besiedelung Palästinas.

1946

Auch nach Ende des 2. Weltkrieges hebt Großbritannien den  Einwanderungsstopp nicht auf. Jüdische Untergrundorganisationen kämpfen gegen die britischen Mandatstruppen und beginnen mit Terrorakten gegen die Araber.

1947

Großbritannien sieht sich der Situation in Palästina nicht mehr gewachsen. Eine UN-Sonderkommission empfiehlt den Abzug der britischen Truppen und die Teilung Palästinas.

29.11.1947

Die UNO-Vollversammlung stimmt einer erneuten Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat zu. Die Juden sollen den fruchtbaren Küstenstreifen bekommen, den Negev sowie einen Teil Galiläas. Die Juden nehmen den Plan an, die Araber nicht, sie beginnen mit Anschlägen auf jüdische Siedlungen.

14.05.1948

Letzte britische Truppen verlassen das Land. David Ben-Gurion proklamiert in Tel Aviv-Jaffa den unabhängigen Staat Israel. Am gleichen Tag beginnt ein Angriff Syriens, Libanons, Jordaniens, des Iraks und Ägyptens auf Israel. Obwohl waffenmäßig unterlegen kann Israel den Angriff zurückschlagen und sogar zusätzliche Gebiete erobern (Galiläa, Teile der Sinai-Halbinsel und West-Jerusalem). Jordanien besetzt im Gegenzug die Israel zugesprochene Westbank und die Altstadt von Jerusalem, Ägypten den Gaza-Streifen an der Mittelmeerküste. Hunderttausende Juden fliehen aus arabischen Ländern und die meisten Araber verlassen Israel.

1949

Israel schließt mit den arabischen Nachbarstaaten einen Waffenstillstandsvertrag.

1950

Grenzverletzungen seitens der arabischen Staaten sind an der Tagesordnung. Als Israel Jerusalem zu seiner Hauptstadt macht, rufen die arabischen Staaten zu einem Handelsboykott gegen Israel auf, sperren den Suezkanal und den Golf von Aqaba (mit der israelischen Hafenstadt Elat) für israelischen Schiffe.

26.10.1956

Israel kommt einem ägyptischen Angriff zuvor und besetzt mit französischer und britischer Hilfe die gesamte Sinai-Halbinsel und den Gaza-Streifen. Die Intervention wird von den USA und anderen westlichen Nationen start kritisiert.

1957

Israel überlässt die besetzten Gebiete der UNO gegen die Garantie der Zufahrt zur Hafenstadt Elat im Golf von Aqaba.

Mai 1967

Ägypten verbündet sich mit Syrien und Jordanien und blockiert den Golf von Aqaba zum 2. Mal.

Mit Unterstützung (vor allem aus den USA) erobert Israel im 6-Tage-Krieg die Golanhöhen, erneut die Sinai-Halbinsel und das Westjordanland mit der Altstadt von Jerusalem.

1969

Yasir Arafat wird  Chef der PLO, Golda Meir israelische Ministerpräsidentin.

06.10.1973

Am Jom-Kipur-Tag greifen arabische Truppen Israel erneut an. Erneut können israelische Truppen die Angreifer zurückdrängen.

1978

Israel zieht seine Truppen aus dem Libanon zurück.

26.03.1979

Der ägyptische Präsident Anwar As-Sadat und er israelische Ministerpräsident Menachem Begin unterzeichnen einen Friedensvertrag.

07.07.1981

Israel bombardiert ein irakisches Kernkraftwerk bei Bagdad, um dem Irak die Möglichkeit zu nehmen, Atombomben herzustellen.

Dezember 1981

Israel erklärt die besetzten syrischen Golan-Höhen zu israelischem Staatsgebiet.

April 1982

Israel zieht seine Truppen von der Siani-Halbinsel zurück.

05.06.1982

Israel beginnt einen Angriff auf die PLO in Libanon. Die PLO zieht nach zweimonatiger Belagerung von Beirut ihre Truppen nach UN-Vermittlung aus dem Libanon ab.

05.08.1982

Israels Truppen marschiert in Beirut ein.

1983

Israel zieht seine Truppen schrittweise aus dem Libanon ab.

13.09.1983

Arafat und Rabin unterzeichnen Verträge zur gegenseitigen Anerkennung Israels und der PLO und die Gewährung der Teilautonomie für die Palästinenser im Gazastreifen und in Jericho.

Mai 1994

Yasir Arafat verlässt sein tunesisches Exil. Der Amtssitz der PLO befindet sich nun im Gazastreifen.

26.10.1994

Friedensvertrag zwischen Jordanien und Israel.

1994

Israel zieht seine Truppen aus Jericho ab.

28.09.1995

Die Selbstverwaltung der Palästinenser wird auf das Westjordanland ausgedehnt.

04.11.1995

Yitzhak Rabin wird von jüdischen Extremisten erschossen.

Ende 1995

Israel zieht seine Truppen aus dem Westjordanland ab.

 

In den folgenden Jahren kommt es immer wieder zu Drohungen und Attentaten zwischen Israelis und Palästinensern.

 

 

 

Alle Angaben ohne Gewähr