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Landesdaten

Offizieller Name:

Königreich Spanien - Reino de España

Der Landesname entstand aus dem Wort “Hispania”, mit dem die Römer ihre Provinz auf der iberischen Halbinsel bezeichneten. Das Wort “Hispania” selbst kommt wahrscheinlich aus dem Phönizischen und bedeutet “Küste der Kaninchen”.

Landeshauptstadt:

Währung:

Madrid (2000: 2,9 Mio. Einwohner)

Euro seit dem 01.01.2002 (frühere Währung Peseta)

Kathedrale von
Santiago de Compostela

Miguel de Cervantes
(Don Quijote)

König Juan Carlos I.
de Borbón

Landessprache:

 

Spanisch (Castallano) ist gemäß der Verfassung die Staatssprache. Außerdem haben Katalanisch, Baskisch, Galicisch und Valencianisch offiziellen Rang in der betreffenden Region.
Das heutige Spanisch ist das Resultat verschiedenster kultureller Einflüsse. Die Römer brachten die lateinische Sprache mit, die Mauren Arabisch, dazu kommen griechische, französische und englische Einflüsse. Diese Mischung hat Erfolg: Spanisch ist zweite Weltsprache.

Zeitzone:

 

MEZ  (Kanaren MEZ -1 Stunde)

 

Internationales
Kennzeichen:

 E

Bevölkerung:

 

2003: 41,5 Mio. - (Bevölkerungsdichte: 82 Menschen pro km²)

 

Bruttoinlandsprodukt :

2003: 742 Mrd. EUR

 

Quelle: Auswärtiges Amt, hier gibt es zahlreiche weitere Spanien-Informationen

Geografische
Daten:

Lage:

 7° O - 5° W / 36° N - 43° N

 

Fläche:

505.990 km²

 

Höchster Punkt:

Pico de Teide (Teneriffa) 3.718 m
Mulhacen (Sierra Nevada) 3.482 m

 

Große Flüsse:

Tajo, Guadiana, Ebro, Duero, Guadalquivir

 

Küstenlänge:

Mittelmeerküste 1.670 km

Spanien gliedert sich in 17 Gebiete, sogenannte Autonome Regionen, 15 auf dem Festland sowie die Balearen und Kanaren. Die größeren sind wiederum in insgesamt 50 Provinzen unterteilt.

Region

Fläche in km²

Provinzen

Andalucia - Andalusien
 

 

 

 

87.268

 

 

 

Córdoba
Jaén
Sevilla
Huelva
Granada
Almería
Málaga
Cádiz

Aragón

 

47.650

 

Huesca
Zargoza
Teruel

Comunidad de Madrid

7.995

Madrid

Comunidad Floral de Navarra

10.421

Pamplona

Comunidad Valenciana - Valencia

 

23.305

 

Castellón de la Plana
Valencia
Alicante

Cantrabia - Kantrabien

5.289

Santander

Castilla y León - Kastillien-León

 

 


 

94.193

 

 


 

León
Burgos
Palencia
Valladolid
Soria
Zamora
Salamanca
Segovia
Ávila

Castilla-La Mancha -
Kastillien-La Mancha

 

79.230


 

Guadalajara
Cuenca
Toledo
Cludad Real
Albacete

Cataluña - Katalonien


 

31.930


 

Gerona
Lérida
Barcelona
Tarragona

Extremadura
 

41.602
 

Cáceres
Badajoz

Galicia - Galicien

 

 

29.434

 

 


Lugo
Santiago de Compostela
Pontevedra
Orense

Islas Baleares - Balearen

5.014

Palma

Islas Canarias - Kanaren

7.242

Las Palmas

La Rioja

5.034

Logroño

Murcia

11.317

Murcia

País Vasco - Baskenland

 

7.261

 

Bilbao
San Sebastian
Vitoria

Principado de Asturias - Asturien

10.565

Oviedo

Mittlere Temperaturen:

Flagge:

Madrid

Januar 9° - Juli 27°

La Coruña - Galicien

Januar 13° - Juli 22°

Barcelona - Katalonien

Januar 13° - Juli 28°

Valencia

Januar 15° - Juli 26°

Palma de Mallorca

Januar 14° - Juli 29°

Las Palmas de Gran Canaria

Januar 22° - Juli 24°

Die Farben der Flagge sind den Wappen von Aragon, León und Navarra entnommen.

Nationalhymne:

La Marcha Real (Königlicher Marsch) ist die Nationalhymne Spaniens. Sie ist eine der wenigen Nationalhymnen ohne Text.

Historisches

Schon seit vorgeschichtlicher Zeit ist Spanien ein wichtiger Kulturraum in Europa. Spaniens Besonderheiten entstanden aus der Vermischung muslimischer und christlicher Kultur im Mittelalter.

25.000 - 10.000 v. Chr.

Entstehung der Deckengemälde in den Höhlen von Altamira, die die Jagdgewohnheiten der Cromagnon-Menschen schildern.

3.000 v. Chr.

Über die Straße von Gibraltar wandern Iberer ein und von Norden über die Pyrenäen Ligurer.

2.000 v. Chr.

Die befestigten Städte der El-Argar-Kultur zeichnen sich durch ihre Waffen- und Schmuckstücke aus Bronze und Silber aus.

1.100 v. Chr.

Die Phönizier errichten Handelsstützpunkte entlang der iberischen Küste, die bedeutendste von ihnen war Gadir (Cadiz).

800 v. Chr.

Kelten aus Britannien und Frankreich lassen sich im Norden der iberischen Halbinsel nieder.

700 v. Chr.

Die Griechen gründen entlang der Küste Handelsniederlassungen.

540 v. Chr.

Die phönizischen Handelsniederlassungen werden dem wachsenden Reich von Karthago einverleibt, ebenfalls eine ehemalige phönizische Kolonie.

237-228 v. Chr.

Die Karthager dehnen ihren Einflussbereich auf die iberische Halbinsel aus.

218-201 v. Chr.

Rom schlägt Karthago im Zweiten punischen Krieg. Die iberische Halbinsel wird römische Provinz. Latein wird Amtssprache in der Provinz „Hispania“.

409 n. Chr.

Das Weströmische Reich zerfällt. Die germanischen  Stämme der Alanen, Sueben und Vandalen dringen von Norden auf die iberische Halbinsel vor.

411 n. Chr.

Die Westgoten wandern in Spanien ein. Ihnen gelingt nach zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen die Unterwerfung der ganzen iberischen Halbinsel.

568 n. Chr.

Mit der Unterwerfung der Basken und Sueben entsteht zum ersten Mal eine politische und kulturelle Einheit in Spanien unter König Leowigild.

587 n. Chr.

Nach der Bekehrung Königs Rekkareds wird der römische Katholizismus zur Staatsreligion in Spanien.

711 n. Chr.

Muslimische Araber erobern innerhalb weniger Jahre die iberische Halbinsel bis über die Pyrenäen hinaus. Erst Karl Martell kann sie 732 in der Schlacht bei Poitiers stoppen. In Spanien entsteht das arabische „Al Andaluz“ (Andalusien) mit der Hauptstadt Granada. Bis heute lässt sich der arabische Einfluss in Spaniens Baudenkmälern und der Sprache feststellen.

756 n. Chr.

Der aus Damaskus nach dem Sturz der Omaijaden-Dynastie geflohene Abd-al-Rahman errichtet in Córdoba ein Emirat. Bis 1031 herrschen die Omaijaden über Südspanien.
Córdoba entwickelt sich zu einer der reichsten und bedeutendsten Städte der Welt und wird bald als „Mekka des Westens“ bezeichnet. Noch heute die Große Moschee „El Mezquita“ eine der Hauptattraktionen der Stadt.

ab 900 n. Chr.

In Spanien entwickeln sich zahlreich Königreiche (Asturien), Léon, Kastilien, Aragón, Navarra)
Die Reconquista (Wiedereroberung Spaniens durch christliche Herrscher) führt zu zahlreichen Kriegen und wechselnden Bündnissen der Herrschaftshäuser.

1094

Der später als Nationalheld verehrte kastilische Ritter El Cid nimmt Valencia ein. Nach seinem Tod 1099 erobern die Mauren die Stadt zurück.

1098

Papst Innozenz III. ruft die Christen zum Kreuzzug gegen die Moslems auf.

1137

Die Königreiche Aragón und Katalonien werden vereinigt.

1212

Nach der Niederlage in der Schlacht Las Navas de Tolosa werden die Mauren immer weiter nach Süden zurückgedrängt.

1248

Nach der Eroberung von Córdoba, Murcia, Jaén und Sevilla durch die Christen bleibt nur noch Granada maurisch.

1348-1351

Der „Schwarze Tod“ wütet in Spanien und rafft ein Drittel der spanischen Bevölkerung hinweg.

1478

Die „Heilige Inquisition“ beginnt in Spanien zu wüten. Zunächst soll sie einflussreiche Juden, die zum Christentum konvertiert sind, überprüfen. Tausende, die vor den Augen der Inquisitoren keine Gnade finden werden hingerichtet.

1479

Aragón und Kastilien werden unter Herrschaft von Ferdinand und Isabella vereinigt.

1492

Nach elfjährigem Widerstand wird Granada als letzte maurische Stadt an die Spanier übergeben. Abu Abdallah Muhammad geht ins Exil nach Fez.
In spanischem  Auftrag entdeckt der Genuese Christoph Kolumbus Amerika. Seine Entdeckung und die von Amerigo Vespucci führt in den folgenden Jahren zur Eroberung von Mittel- und Südamerika und damit zum riesigen Spanischen Kolonialreich.

1504

Königin Isabella stirbt.

1512

In den folgenden Jahren annektiert Ferdinand das Königreich Neapel und Navarra.

1516

Ferdinands Nachfolger wird sein Enkel Karl, Herrscher der Niederlande und erster Habsburger auf dem spanischen Thron. Er beherrscht die spanische Sprache nicht und wird von den Spaniern nicht akzeptiert.

1519

Karl I. wird nach dem Tod Kaiser Maximilians zum Kaiser des Römischen Reiches gewählt. Als er daraufhin nach Deutschland aufbricht, rebellieren die Kastilier.

1521

Die spanischen Adeligen schlagen sich schließlich doch auf Karls Seite und besiegen die Rebellen. Zum Dank verleiht Kaiser Karl ihnen neue Privilegien und erlässt Steuern. Unter seiner Herrschaft werden weite Teile Amerikas erobert. Cortés unterwirft die Azteken, Pizzaro die Inkas. Gold- und Silberbergwerke aus Süd- und Mittelamerika bringen Spanien unermesslichen Reichtum. Allerdings bleibt das Land wirtschaftlich schwach, da der neue Reichtum nur zur Prunkentfaltung bei Hofe benutzt wird.

1540

Ignatius von Loyola, ein ehemaliger Soldat aus dem Baskenland, gründet die Gesellschaft Jesu, die bald einer der mächtigsten und einflussreichsten Orden sein wird.

1556

Als Karl I. abdankt, wird sein Sohn Philipp II. sein Nachfolger. Er führt erbitterte Kämpfe gegen den sich ausbreitenden Protestantismus. Die finanzielle Lage Spaniens ist dramatisch. Philipp II. muss drei Mal den Staatsbankrott erklären. Die Inquisition verfolgt nach wie vor alle, die sich nicht dem Katholizismus unterwerfen.

1571

Die Expansionsgelüste der Osmanen im Mittelmeerraum werden zunichte gemacht. Eine vereinigte Flotte von Spaniern, Venezianern besiegt die Türken in der Seeschlacht von Lepanto.

1588

Die als unbesiegbar geltende spanische „Armada“ wird von den schnelleren Schiffen des englischen Admirals Sir Francis Drake besiegt. England übernimmt die Vorherrschaft auf den Weltmeeren.

1598

Die endgültige Vertreibung der noch in Spanien lebenden Mauren führt zu einem katastrophalen Niedergang der Landwirtschaft und des Bergbaus.

1621

Nach der Regierungsübernahme durch Philipp IV. kommt es immer wieder zu Aufständen.

1640

Die Katalanen erreichen mit französischer Hilfe die Unabhängigkeit.

1659

Die Auseinandersetzungen mit Frankreich endet mit Spaniens Niederlage. Frankreich erhält Artois und Roussillon. Spaniens Macht ist gebrochen.

1665

Bei seinem Tod hinterlässt Philipp IV. ein hochverschuldetes, rückständiges Land.

1675

Karl II. befindet sich im Dauerkrieg mit Frankreich. Immer wieder muss er wertvolle Gebiete an Frankreich abtreten.

1684

Alawiten-Herrscher Mulay Ismail vertreibt Spanier und Portugiesen aus den Nordafrikanischen Küstenstädten. Nur Melilla, Sidi Ifni und Ceuta bleiben den Spaniern.

1700

Karl II. stirbt kinderlos. Die Thronfolge geht an die Bourbonen über.

1702

Habsburg verbündet sich mit England und Holland gegen Frankreich und Spanien. Der bis 1713 dauernde Spanische Erbfolgekrieg beginnt.

1713

Der Bourbone Philipp V wird als spanischer König anerkannt. Spanien verliert Flandern und Gibraltar.

1788

Spanien gerät unter den Einfluss Napoleons.

1808

Eine Revolte der Bauern gegen die französischen Truppen im Land wird blutig niedergeschlagen.

1812

Unter der Herrschaft von Joseph Bonaparte verabschiedet das spanische Parlament die erste spanische Verfassung. Bürgerliche Freiheiten wie Pressefreiheit werden eingeführt, die Leibeigenschaft und die Inquisition abgeschafft. Der König wird den Entscheidungen des Parlaments unterworfen.

1813

Nach dem Abzug der Franzosen schafft Ferdinand IV. die Neuerungen der Verfassung wieder ab. Die Inquisition wird wieder zugelassen.

1819

Für einen Schuldenerlass in Höhe von 5 Mio. US$ übergibt Spanien Florida an die USA. Bis 1825 verliert Spanien alle amerikanischen Kolonien.

1873

Spanien wird nach dem Sturz von König Amadeus wird Spanien zur Republik erklärt.

1874

Spanien wird wieder Königreich unter dem Bourbonen Alfons XII.

1898

Nach der Zerstörung eines amerikanischen Schlachtschiffes im Hafen von Havanna kommt es zum Seekrieg zwischen Spanien und den USA. Spanien unterliegt und muss Kuba, Puerto Rico, Guam und die Philippinen abtreten.

1909

Spanien erhält Marokko und das Rifgebirge als Protektorat. Als es dort zu Unruhen kommt, zieht die spanische Armee katalanische Reservisten ein. Die Katalanen rufen den Generalstreik aus. Nach blutigen Auseinandersetzung wird über ganz Spanien das Kriegsrecht verhängt.

1914

Im 1. Weltkrieg bleibt Spanien neutral.

1931

Nach einem Wahlsieg der Republikaner wird Spanien wieder Republik.

1936

Das Deutsche Reich und Italien unterstützen den Putsch des spanischen Militärs, der einen Bürgerkrieg zur Folge hat.
Auf Seiten der linken Volksfront kämpfen zeitweise Intellektuelle, Sozialisten, Arbeiter und Kommunisten aus vielen Ländern. Aber gegen den von seinen Verbündeten mit Waffen unterstützen General Francisco Franco und seine Nationale Front haben sie keine Chance.

1939

Der spanische Bürgerkrieg endet mit dem Sieg und der Machtergreifung Francisco Francos. Auch im zweiten Weltkrieg betreibt Spanien  eine Politik der Nichteinmischung.

1945

Spanien ist in Europa isoliert und durch eine Wirtschaftsblockade geschwächt. Die USA versuchen als erste eine Annäherung, um Stützpunkte in Spanien zu erhalten.

1955

Spanien wird UNO-Mitglied und kann erste Einnahmen aus dem beginnenden Tourismus verzeichnen. Eine Million Spanier gehen als Gastarbeiter ins Ausland.

1956

Spanisch-Marokko muss an Marokko zurückgegeben werden. Die Küstenstädte Ceuta und Melilla bleiben spanisch.

1969

Prinz Juan Carlos, der Enkel von Alfonso XIII., wird zum Nachfolger Francos und zum künftigen König ernannt.

1972

Marokko, Mauretanien und Algerien fordern den Abzug Spaniens aus West-Sahara.

1973

Baskische Terroristen ermorden den spanischen Ministerpräsidenten Admiral Luis Carrero Blanco.

1975

Diktator Franco stirbt im Alter von 83 Jahren. Juan Carlos von Bourbon wird zum König gekrönt. Unter seinem Einfluss gelingt Spanien in den nächsten Jahren der Anschluss an Europa.

1976

Spanien übergibt West-Sahara an Marokko und Mauretanien.

1978

Eine neue demokratische Verfassung tritt in Kraft.

23.02.1981

In einem Militärputsch besetzen Einheiten der Guardia Civil das Parlament.

1982

Spanien wird NATO-Mitglied.

1986

Spanien tritt der EU bei.

1997

In den folgenden Jahren kommt es immer wieder zu blutigen Anschlägen der baskischen Separatistenorganisation „ETA“.

2000

In Südfrankreich gelingt die Festnahme des mutmaßlich obersten Chefs der ETA. Kurz darauf erschießen mutmaßliche ETA-Terroristen in Barcelona ein Mitglied des Stadtrates. 80.000 Menschen protestieren in Barcelona gegen den ETA-Terror.

Alle Angaben ohne Gewähr.