Regierung
Geographische Daten
Land & Leute
Kultur / Geschichte
Offizieller Name
Republik Türkei / Türkiye Cumhuriyeti
Der Name des Landes stammt von den
Turkvölkern, die im Mittelalter nach Kleinasien eingewandert sind. Das Turkvolk
der Ogusen begründete im 13./14. Jahrhundert das Osmanische Reich.
Hauptstadt
Ankara ( ca. 3,6 Mio. Einwohner)
Landessprache
Türkisch
(Die Türkische Sprache gehört zur ural-altaischen Sprachgruppe,
wie z.B. auch Ungarisch und Finnisch)
Währung
Türkisches Pfund (T£), 1 £ = 100 Kuruç
Uhrzeit
OEZ = MEZ + 1 Stunde (die Türkei hat die Sommerzeit eingeführt)
Internationales Kennzeichen
TR
Flagge
Roter Hintergrund mit weißem Mond und Stern.
(Rot war ursprünglich die Farbe des
Kalifen und wurde unter Osman zur Reichsfarbe. Für die Herkunft von Mondsichel und
Stern gibt es mehrere Deutungen, eventuell sollen diese Symbole nach der
Eroberung Konstantinopels (Istanbul) übernommen worden sein.
Bevölkerung
62,9 Mio. Einwohner (1997)
Bevölkerungsdichte
80,7 Menschen pro km²
Ethnische Zusammensetzung
Türken 86 %, Kurden 10 %, Araber 2 %, andere 2 %
Religion
Moslems 98%, sonstige 2 %
Regierungsform
Parlamentarische Demokratie
Staatsoberhaupt
Ahmet Necdet Sezer, Staatspräsident seit 16.05.2000
Regierungschef
Bülent Ecevit, Ministerpräsident seit 11.01.1999
Bruttosozialprodukt (1999)
187,3 Mrd. US$
Bruttosozialprodukt pro Kopf (1999)
2.878 US$
Nationalfeiertag
29. Oktober: Tag der Republik, Ausrufung der Republik durch Atatürk (1923)
Einreisebestimmungen
Für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten Dauer genügt ein Reisepass oder
Personalausweis. Einreise- und Zollformalitäten werden am Zielflughafen
erledigt.
Bei Einreise mit einem Kraftfahrzeug
ist ein Reisepass notwendig, das die Daten des Kfz von den türkischen
Grenzbehörden im Reisepass eingetragen werden.
Gesundheit
Einige Grundregeln sollte man strikt
einhalten halten:
Keinesfalls sollte man Wasser aus
Flüssen oder sonstigen Gewässern trinken. Überall erhältlich ist abgepacktes
Mineralwasser in Kunststoff-Flaschen.
Durch die Nahrungsumstellung kann es
zu Durchfall und leichten Magen-/Darmerkrankungen kommen. Im Falle einer
Erkrankung sollte unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeits- und
Elektrolytzufuhr achten. Abgepackte Glukose-Elektrolyt-Mischungen gehören in
jede Reiseapotheke.
Meiden sollte man unbedingt Salate,
Eiswürfel, Frischmilch, Speiseeis, ungeschältes Obst u. Leitungswasser. Nichts
essen, was nicht gekocht oder geschält werden kann.
Sonnencreme mit einem hohen
Lichtschutzfaktor ist empfehlenswert, außerdem ein Mittel, das Insekten
abwehrt.
Allgemein sollte bei Kindern ein
altersentsprechender Impfschutz vorliegen. Grundsätzlich sollte auch bei
Erwachsenen der Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio überprüft
werden.
Außerdem wird eine Impfung gegen
Hepatitis A empfohlen, bei Individualreisen unter schlechten hygienischen
Bedingungen zusätzlich eine Impfung gegen Typhus.
Jeglicher Kontakt zu streunenden
Hunden, Katzen oder zutrauliche wirkenden Wildtieren sollte vermieden werden.
In einzelnen Gebieten in
Südostanatolien und Cükürova/Amikova besteht ein Malariarisiko. Die
Touristenorte am Mittelmeer sind jedoch malariafrei.
Sicherheit
In den letzten Jahren kam es immer wieder zu
vereinzelten Anschlägen terroristischer Organisationen. Die türkischen Behörden
halten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen aufrecht, aber eine 100 % Sicherheit
kann es weder für die Touristenzentren um Antalya noch für die übrigen
Feriengebiete geben. Hinweise der Behörden oder der Reiseveranstalter zum
Verhalten vor Ort sollten unbedingt eingehalten werden.
Reisen nach Südostanatolien sind mit erhöhten
Gefahren verbunden und sollten vermieden werden.
Lage
Europa/Asien (26° O – 45° O / 36° N – 42° N)
|
Nördliche Grenze:
|
Schwarzes Meer
|
|
Nordöstliche Grenze:
|
Armenien, Georgien, Aserbaidschan
|
|
Östliche Grenze:
|
Iran
|
|
Südliche Grenze:
|
Irak, Syrien, Mittelmeer
|
|
Westliche Grenze:
|
Ägäis, Griechenland, Bulgarien
|
Fläche
779.452 km²
Höchster Punkt
Ararat (5.165 m)
Tiefster Punkt
Meeresspiegel
Hauptflüsse
Euphrat, Kizilirmak, Sakarya,
Menderes, Aras
(Euphrat und Tigris entspringen in der
Türkei.)
Längster Fluss
Kizilirmak (1.150 km)
Größte Städte
|
Istanbul
|
ca. 6,6 Mio. Einwohner
|
|
Ankara
|
ca. 3,6 Mio. Einwohner
|
|
Izmir
|
ca. 1,9 Mio. Einwohner
|
|
Adana
|
ca. 1,4 Mio. Einwohner
|
|
Bursa
|
ca. 1,1 Mio. Einwohner
|
|
Samsun
|
ca. 1,1 Mio.
Einwohner
|
|
Gaziantep
|
ca. 800.000 Einwohner
|
|
Erzurum
|
ca. 800.000 Einwohner
|
|
Malatya
|
ca. 600.000 Einwohner
|
Internationale Flughäfen
Istanbul (Atatürk Airport), Ankara,
Izmir, Adana, Dalaman, Antalya
Nationale Fluglinie
Turkish Airlines
Wichtigste Häfen
Istanbul, Mersin, Trabzon, Izmir, Giresum,
Iskenderum, Tekirdag, Hopa, Samsun
Fährhäfen: Izmir, Antalya, Cesme,
Marmaris
Verwaltung
Die Türkei lässt sich in sieben
Regionen einteilen, wobei die landschaftlichen Gegebenheiten berücksichtigt
werden:
-
Marmararegion,
einschl. Thrakien
-
Ägäisregion
-
Mittelmeerregion
-
Schwarzmeerregion
-
Zentralanatolien
-
Ostanatolien
-
Südostanatolien
Verwaltungsrechtlich wird die Türkei in 76
Provinzen eingeteilt, wobei die Provinz meist den Namen der Hauptstadt trägt.
Den Provinzen sind Nummern zugeordnet, die sich auch auf den türkischen
Autokennzeichen wiederfinden.
Klima
An der Mittelmeerküste herrscht ein
subtropisches Klima mit heißen, trockenen Sommern sowie milden und regenreichen
Wintern vor.
Im anatolischen Hochland und in
Thrazien findet man kontinentales Klima (im Sommer bis zu 40° C). Im gebirgigen Osten kann im Winter mehrere
Monate Schnee liegen.
In Istanbul und an der
Schwarzmeerküste hingegen trifft man auf ein gemäßigtes Klima mit heißen
Sommern, aber frischen Meeresbrisen und nasskalten Wintern. Der Norden ist das
regenreichste Gebiet der Türkei.
Beste Reisezeit für das Schwarze Meer,
Marmarameer und die Ägäis ist von Juni bis September, am Mittelmeer auch im Mai
und Oktober.
Klimatabelle
(Antalya, Alanya, Adana)
|
|
Jan.
|
Febr.
|
März
|
April
|
Mai
|
Juni
|
Juli
|
Aug.
|
Sept.
|
Okt.
|
Nov.
|
Dez.
|
|
Tagestemperatur
|
15
|
16
|
18
|
21
|
26
|
30
|
34
|
35
|
31
|
27
|
22
|
17
|
|
Nachttemperatur
|
6
|
7
|
8
|
11
|
16
|
19
|
23
|
22
|
19
|
15
|
11
|
8
|
|
Wassertemperatur
|
16
|
15
|
16
|
18
|
20
|
22
|
25
|
26
|
26
|
24
|
21
|
14
|
|
Regentage
|
13
|
10
|
7
|
5
|
3
|
1
|
0
|
0
|
1
|
4
|
6
|
13
|
|
Sonnenstunden
|
5
|
7
|
7
|
9
|
10
|
12
|
13
|
12
|
11
|
9
|
7
|
6
|
Klimatabelle (Bodrum, Marmaris, Fethiye)
|
|
April
|
Mai
|
Juni
|
Juli
|
Aug.
|
Sept.
|
Okt.
|
|
Tagestemperatur
|
21
|
26
|
31
|
34
|
35
|
30
|
25
|
|
Nachttemperatur
|
12
|
15
|
19
|
21
|
21
|
18
|
16
|
|
Wassertemperatur
|
17
|
19
|
24
|
26
|
27
|
24
|
22
|
|
Regentage
|
4
|
3
|
1
|
1
|
0
|
1
|
4
|
|
Sonnenstunden
|
8
|
10
|
11
|
12
|
12
|
10
|
8
|
Klimatabelle (Dalaman)
|
|
Jan.
|
Febr.
|
März
|
April
|
Mai
|
Juni
|
Juli
|
Aug.
|
Sept.
|
Okt.
|
Nov.
|
Dez.
|
|
Tagestemperatur
|
14
|
15
|
17
|
21
|
26
|
30
|
34
|
34
|
30
|
25
|
20
|
16
|
|
Nachttemperatur
|
6
|
5
|
7
|
10
|
15
|
19
|
21
|
22
|
19
|
18
|
10
|
7
|
|
Wassertemperatur
|
15
|
14
|
15
|
16
|
19
|
21
|
24
|
24
|
23
|
22
|
19
|
17
|
|
Regentage
|
12
|
9
|
7
|
6
|
3
|
1
|
1
|
0
|
1
|
4
|
6
|
12
|
|
Sonnenstunden
|
4
|
6
|
6
|
8
|
10
|
12
|
13
|
12
|
11
|
96
|
6
|
5
|
Klimatabelle (Izmir)
|
|
April
|
Mai
|
Juni
|
Juli
|
Aug.
|
Sept.
|
Okt.
|
|
Tagestemperatur
|
21
|
25
|
30
|
33
|
29
|
29
|
24
|
|
Nachttemperatur
|
10
|
14
|
18
|
21
|
17
|
17
|
14
|
|
Wassertemperatur
|
16
|
18
|
21
|
23
|
22
|
22
|
20
|
|
Regentage
|
8
|
10
|
11
|
12
|
10
|
10
|
8
|
|
Sonnenstunden
|
8
|
10
|
11
|
12
|
10
|
10
|
8
|
Mittlere Temperatur
|
|
Januar
|
April
|
Juli
|
Oktober
|
Dezember
|
|
Ankara (Höhe 861 m)
|
0°
|
11°
|
23°
|
13°
|
3°
|
|
Izmir (Höhe 28 m)
|
9°
|
16°
|
18°
|
19°
|
11°
|
|
Istanbul
|
6°
|
12°
|
23°
|
16°
|
8°
|
|
Antalya
|
11°
|
16°
|
28°
|
20°
|
12°
|
|
Bodrum
|
11°
|
17°
|
29°
|
21°
|
13°
|
Geographie
Die Türkei liegt auf zwei Kontinenten
und verbindet Europa mit Asien jenseits der schmalen Meerenge des Bosporus und
der Dardanellen. Nur 3 % der Türkei (23.764 km²) liegen in Europa, 97 % in
Asien. Die Küsten der Türkei werden vom Schwarzen Meer, der Ägäis und vom
Mittelmeer umspült.
Die Türkei ist ein tektonisch aktives
Gebiet. Häufige Erdbeben, Geysire und andere vulkansicher Erscheinungen sind
der Beweis dafür.
Der europäische Teil der Türkei
besteht aus welligen, fruchtbaren Ebenen umgeben von niedrigen Bergen. Auf der
asiatischen Seite wird West-Anatolien von langen Bergrücken durchzogen,
getrennt durch tiefe Täler. Südlich des zentralen anatolischen Hochlands liegen
die drei Hauptketten des Taurus entlang des Mittelmeeres. Weiter im Osten
steigt das Land zum Ararat-Hochland an. Im Süden liegt der mit 3.675 km² größte
See der Türkei.
Wüstengebiete gibt es in der Türkei
nicht, aber in den zentralen Hochländern im Landesinneren herrscht halbarides
Klima.
Flora/Fauna
Dichte Wälder findet man an der
Schwarzmeerküste, den Süden an der Mittelmeerküste bedeckt dichtes Buschwerk,
während das trockene Landesinnere von steppenartigem Grasland überzogen ist.
In den Wäldern am Schwarzen Meer
findet man noch Bären und Rothirsche. Viele Seen sind von Flamingos bevölkert.
Sehenswürdigkeiten / Weltkulturerbe
Zum Weltkulturerbe wurden erklärt:
-
historische
Bereiche von Istanbul
-
Nationalpark
Göreme u. die Felsendenkmäler von Kappadokien
-
Große
Moschee und Krankenhaus von Divgri
-
Hattusa
(ehemalige Hauptstadt der Hethiter
-
Ruinenstätte
Nemrut Dag
-
Ruinen
von Xanthos mit dem Heiligtum der Latona
-
Antike
Stadt Hierapolis-Pammukkale
-
Stadt
Safranbolu
-
Archäologische
Stätte von Troja
Verkehr
In der Türkei herrscht Rechtsverkehr.
Höchstgeschwindigkeit
-
innerhalb
von Ortschaften: Pkw 50km/h, mit Anhänger 40 km/h, Motorräder 30 km/h
-
außerhalb
von Ortschaften: Pkw 90 km/h, mit
Anhänger o. Wohnmobile 80 km/h, Motorräder 50 km/h, Omnibusse 80 km/h, Lkw 70
km/h
-
auf
Autobahnen: Pkw u. Motorräder 130 km/h
Außerdem zu beachten ist:
-
Anschnallpflicht
-
2
Warndreiecke sind mitzuführen (vor und hinter dem Fahrzeug aufzustellen)
-
Promillegrenze:
Pkw ohne Anhänger 0,5 %o, für alle anderen absolutes Alkoholverbot
-
Verkehrsvorschriften
werden häufig sehr großzügig ausgelegt. Deshalb besonders in ländlichen
Gebieten sehr vorsichtig und möglichst nicht nach Einbruch der Dunkelheit
fahren. Vor Kurven und beim Überholen grundsätzlich hupen.
-
Auf
der Transitstrecke Edirne – Istanbul – Ankara – Sivas – Erzurum sehr vorsichtig
fahren (Transitstrecke zur iranischen Grenze) wegen schlechtem Straßenzustand,
starkem Lkw-Verkehr, Steinwürfen.
-
Bleifrei
super (süper kursunsuz, 95 Oktan), Diesel (motorin/ dizel). In ländlichen
Gegenden ist bleifreies Benzin nicht immer erhältlich. Speziell in der
Osttürkei sollte jede Tankmöglichkeit genutzt werden, auch für die
Reservekanister.
Essen und Trinken
Die
türkische Küche verwendet Schaf-, Lamm- und Rindfleisch, alles gekocht,
gebraten oder fein gewürzt am Spieß gegrillt. Gebratenes Hackfleisch kommt als
Köfte auf den Tisch. Schweinefleisch ist tabu. Bier gibt es aus nationaler
Herstellung (Efes) oder importiert, Wein und das eigentliche Nationalgetränk
Raki, mit Anis aromatisierter Tresterschnaps. Zu einem türkischen Essen gehört
unbedingt ein süßer Abschluss.
|
ayran
|
Yoghurt-Getränk mit Wasser verdünnt, leicht gesalzen
|
|
raki
|
45%iger Anisschnaps, der mit 2/3 Wasser verdünnt wird (im
Volksmund „Aslan-süt“ = Lüwenmilch genannt)
|
|
çai
|
Tee, wird zu jeder Gelegenheit getrunken. (Als das Osmanische
Reich zerschlagen wurde, verlor die Türkei ihren Kaffeelieferanten, den
Jemen, und damit ihr eigentliches Nationalgetränk – den Kaffee. Auf der Suche
nach einem Ersatz entdeckte man zur Zeit Atatürks an der Schwarzmeerküste
günstige Anbaubedingungen für Tee. Tee wurde daraufhin zum Nationalgetränk.)
|
|
türk kahvesi
|
türkischer Mokka; çok şekerli = sehr süß, orta
şekerli = mittelsüß, az şekerli = ohne Zucker
|
|
kimirzi şarap
|
Rotwein (Doluca, Ankara, Ful = trocken und leicht; Boğa
Kani, Kavaklidere, Yakut, Buzbağ, Aral = trocken und rund, mit vollem
Bukett; Villa Doluca = halbtrocken; Dikmen, Efes Güneşi = herb; Doruk,
Kulüp, Kavaklidere Eski, Papaz Karaşi und Karmen = herb und eher schwer)
|
|
beyaz şarap
|
Weißwein (Villa Doluca, Riesling, Kulüp Özel Reserv, Kulüp
Dolçevita, Kavak, Ganos Krater, Dörtnal, Ankara, Doluca Riesling und Doruk =
trocken, leicht und fruchtig; Aral, Doluca und Narbağ = halbtrocken;
Ankara Altini, Kavaklidere Eski, Ful = trocken und fruchtig mit vollem
Bukett, als Aperitif zu empfehlen)
|
|
pembe şarap
|
Roséwein (Lâl, Lökal, Aral, Doruk und Kulüp = trocken und
leicht; Donna Villa = leicht, mit angenehmem Bukett; Doluca und Topkapi =
herb, etwas schwer mit vollem Bukett)
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biber dolmasi
|
gefüllte Paprikaschoten
|
|
humus
|
Kichererbsen püriert mit Sesamkörnern und Zitronensaft
|
|
sigara-böreği
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mit weißem Käse und Petersilie gefüllte Blätterteigröllchen
|
|
fasulye pilakisi
|
weiße oder rote Bohnen in Tomaten-Olivenöl-Sauce
|
|
haydari
|
Spinat-Schafskäse-Joghurt-Mus mit Knoblauch
|
|
imam bayildi
|
„der Imam fiel in Ohnmacht“; mit Zwiebeln und Tomaten gefüllte
Auberginen
|
|
kadin budu köfte
|
„Frauenschenkel“; Hackfleisch-Reis-Bällchen in Öl frittiert
|
|
midya dolmasi
|
mit Reis gefüllte Muscheln
|
|
yaprak dolmasi
|
gefüllte Weinblätter
|
|
adana kebap
|
würziger Hackfleischspieß
|
|
kavurma
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auf dem Blech gebratenes Lamm- oder Hammelfleisch
|
|
kuzu tandir
|
Lammfleisch, in einer Backvorrichtung aus Ton in der Erde
geschmort
|
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bahçivan kebabi
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gebratenes Lamm mit diversem Gemüse, mit Thymian gewürzt
|
|
bulgur pilavi
|
Weizengrütze mit Zwiebeln und Gemüse
|
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domates dolmasi
|
gefüllte Tomaten mit Reis und Hackfleisch
|
|
döner piliç
|
Hühnchen am Spieß
|
|
karni yarik
|
mit Hackfleisch gefüllte Auberginen
|
|
kiymali pide
|
Hefeteig mit Hackfleischfüllung
|
|
baklava
|
Blätterteigpastete mit Zuckersirup, verschiedene Füllungen
|
|
hanim göbeği
|
„Frauennabel“; Brandteigbällchen in Zuckersirup
|
|
lokma
|
Hefeteigkügelchen in Zuckersirup
|
Redewendungen
|
Guten Morgen
|
Günaydin
|
|
Guten Tag
|
Merhaba
|
|
Guten Abend
|
Iyi akşamlar
|
|
Auf Wiedersehen
|
Allaha ismarladik
|
|
Wie geht es Ihnen?
|
Nasilsiniz?
|
|
bitte
|
buyurun
|
|
danke
|
Teşekkür ederim
|
|
ja
|
evet
|
|
ja, bitte!
|
Evet, lütfen!
|
|
nein
|
Hayir
|
|
nein, danke!
|
Hayir, mersi!
|
|
Verzeihung
|
Pardon
|
|
Ich möchte zahlen.
|
Ödemek istiyorum
|
Umgangsformen
Türkische Gastfreundschaft
Türken sind von Natur aus sehr
reizende und aufmerksame Gastgeber. Selbst der ärmste Bürger möchte seinen Gast
(Konuk) auf bestmögliche Weise ehren. Doch wird nicht nur für das leibliche
Wohl gesorgt, man möchte sich auch mit seinem Gast unterhalten. Ein großer Teil
der Mittelklasse der Bevölkerung spricht eine Fremdsprache. Doch auch den einer
fremden Sprache nicht mächtigen gelingt es meist, sich verständlich zu machen.
Fotografieren in der Nähe militärischer
Anlagen ist nicht erlaubt. Personen sollte man vor dem Fotografieren um
Erlaubnis fragen.
Kultur / Geschichte
Die altorientalischen Hochkulturen (Griechen,
Perser, Römer, Byzantiner, Seldschuken und Osmanen) haben in der Türkei ihre Spuren
hinterlassen. Unter Kemal Atatürk (ab 1923) öffnete sich die Türkei westlichen
Einflüssen.
|
4000 v. Chr.
|
Seit Jahrtausenden ist die Kleinasiatischen Halbinsel
besiedelt. Die ersten stadtähnlichen Siedlungen entstehen.
|
|
2000 v. Chr.
|
Indogermanische Hethiter dringen von Nordosten ein.
|
|
1650 v. Chr.
|
Labarna-Hattušilis I. gründet auf der Kleinasiatischen
Halbinsel das „Alte Hethiterreich. Seine Nachfolger dehnen das
Herrschaftsgebiet bis in das heutige Syrien aus.
|
|
1460 v. Chr.
|
Das „Neue Hethiterreich entsteht.
|
|
1285 v. Chr.
|
Muwatallis einigt sich mit Ramses II. über eine Machtteilung
in Syrien.
|
|
1210 v. Chr.
|
Thrakier verdrängen die Hethiter in den gebirgigen Süden, wo
sie um 700 v. Chr. von den Assyrern unterworfen werden.
|
|
1200 v. Chr.
|
Die Westküste Kleinasiens wird von griechischen Ioniern,
Äoliern und Dorern besiedelt. Milet wird zur politisch und kulturell
führenden Stadt in Kleinasien.
|
|
800 v. Chr.
|
Indogermanische Phryger gründen in Zentralanatolien ein Reich
mit der Hauptstadt Gordion am Fluss Sakarya.
|
|
680 v. Chr.
|
Das Reich unterliegt unter König Midas (wegen seines
Goldreichtums bekannt) den Kimmeriern. Kurz darauf können die Lyder dieses
Nomadenvolks aus dem heutigen Südrussland wieder vertreiben und treten die
Herrschaft als Großmacht in Anatolien an. Bis auf Milet unterstehen auch die
griechischen Städte an der Westküste den in Sardes herrschenden lydischen
Königen.
|
|
546 v. Chr.
|
Der legender reiche Lyderkönig Kroisos unterliegt den Persern.
|
|
336 v. Chr.
|
Alexander der Große erobert die Kleinasiatische Halbinsel und
bis 323 fast das gesamte Perserreich.
|
|
323 v. Chr.
|
Nach dem Tod Alexander des Großen übernimmt Seleukos die Macht
in Mesopotamien, Kleinasien und der Kaukasasregion.
|
|
281 v. Chr.
|
Die Küstenstädte geraten allmählich unter ägyptischen
Einfluss, während an der Nordküsten mehrere unabhängige Fürstentümer
entstehen (z.B. Bithynien u. Pontos)
|
|
263 v. Chr.
|
Pergamon wird zur aufstrebenden Macht. Die Herrscher verbünden
sich im Kampf gegen die Seleukiden mit Rom.
|
|
133 v. Chr.
|
Der letzte Seleukidenkönig Attalos III. Philometor vermacht
sein Reich testamentarisch den Römern.
|
|
129 v. Chr.
|
West- und Zentral-Anatolien wird zur römischen Provinz „Asia“
.
|
|
100 v. Chr.
|
Kilikien (Südostanatolien) wird römische Provinz.
|
|
64 n. Chr.
|
Mit der Hinrichtung von Petrus und Paulus sowie zahlreichen
anderen Christen in Rom beginnt die Christenverfolgung.
|
|
11.05.330 n. Chr.
|
Der römische Kaiser Konstantin I. mach Byzantinum (Byzanz) zur
neuen Hauptstadt des Römischen Reiches. Zunächst nennt er die Stadt „Nova
Roma“ später „Konstantinopel“.
|
|
395 n. Chr.
|
Nach der Teilung des Römischen Reiches wird Konstantinopel
Hauptstadt des Oströmischen Reiches, das sich über Vorderasien bis nach
Ägypten erstreckt und sich nach dem Niedergang des Weströmischen Reiches
sogar bis nach Italien und Spanien ausdehnt. Grundlagen sind römisches Recht
und der christliche Glaube.
|
|
612 n. Chr.
|
Die Perser nehmen die anatolischen Provinzen Kappadokien und
Kilikien ein.
|
|
622 n. Chr.
|
Kaiser Heraklios vertreibt die Perser aus Anatolien.
|
|
680 n. Chr.
|
Der byzantinische Kaiser muss nach einem verlorenen Krieg die
bulgarisch-slawische Staatsgründung in der Donaumündung anerkennen und ist
zudem auch noch tributpflichtig.
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700 n. Chr.
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Byzanz kann sich gegen die vordringenden Bulgaren behaupten,
verliert aber große Teile Kleinasiens an die Araber und die Gebiete in
Italien und Spanien an die Normannen.
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814 n. Chr.
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Bulgarien und Byzanz schließen nach einem für das
byzantinische Heer vernichtenden Kampf einen 30-jährigen Friedensvertrag.
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964 n. Chr.
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Byzanz gelingt die Vertreibung der islamischen Araber aus
Kleinasien.
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1054
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Spaltung der Kirche in römisch-katholische und
griechisch-orthodoxe.
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1071
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Seldschuken (sunniitsch-islamisch, turksprachig) erobern große
Teile Zentralanatoliens und dringen sogar bis zum Mittelmeer vor.
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1081
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Wiederaufstieg Byzanz unter
Kaiser Alexios I. Komnenos.
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1097
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In Zentralanatolien wird ein sunnitisch-islamisches Reich mit
der Hauptstadt Konya gegründet.
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1204
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Die Kreuzritter erobern Konstantinopel.
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1261
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Mit Hilfe der Seldschuken werden die Kreuzritter vertrieben.
Den Byzantinern gelingt die Wiedererrichtung ihres Reiches, allerdings
beschränkt auf ein Gebiet zu beiden Seiten der Ägäis.
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1298
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Osman, Emir der turkmenischen Oghusen, der nach und nach einen
Großteil Nordwestanatoliens unter seine Kontrolle bringen konnte, ernennt
sich zum Sultan. Er ist der Begründer des Osmanischen Reiches.
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1300
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Osman ruft zum Glaubenskrieg auf und dringt immer weiter nach
Westen vor.
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1359
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Die Osmanen dringen bis Makedonien und Bulgarien vor und
sichern die Herrschaft auf dem Balkan.
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1389
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Die Osmanen festigen die Macht in Südosteuropa und unterwerfen
auch Griechenland.
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1402
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Die Osmanen unterliegen in der Nähe von Ankara dem
Mongolenheer. In den darauffolgenden Jahren zerfällt das Osmanenreich wieder
in mehrere Fürstentümer.
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1413
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Sultan Mehmed I. gelingt die Erneuerung des Osmanischen
Reiches in Anatolien und auf dem Balkan.
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1453
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Die Osmanen erobern Konstantinopel und beenden die byzantinische
Herrschaft. Sultan Mehmed II. benennt Konstantinopel in Istanbul um und macht
es zu seiner Hauptstadt.
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1468
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Serbien, Griechenland, Bosnien und Albanien sind Provinzen des
Osmanischen Reiches.
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1481
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Unterwerfung weiterer Fürstentümer bis zum Euphrat.
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1517
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Sultan Selim I. hat Ägypten, Vorderasien und Mesopotamien
erobert.
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1520
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Unter Suleiman II., dem Prächtigen, erreicht das Osmanische
Reich seine größte Ausdehnung (rund 5 Mio. km²) und kulturelle Blüte.
Istanbul wird zur reichsten und prachtvollsten Stadt der Welt. Das Osmanische
Reich herrscht über den Balkan, bis nach Ungarn, Klein- und Vorderasien,
Ägypten, große Gebiete Nordafrikas bis Marokko.
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1571
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Die türkische Flotte wird in der Seeschlacht bei Lepanto von
Venezianern und Spaniern vernichtend geschlagen. Die Vorherrschaft der
Osmanen im Mittelmeer geht verloren.
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1687
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Unter Suleiman III. verlieren die Osmanen große Gebiete in
Europa: Ungarn, große Teile Jugoslawiens u. Rumänien fallen an die
Habsburger, die Ukraine an Polen, die Russen stoßen bis ans Schwarze Meer vor
und die Venezianer setzen sich entlang der Dalmatinischen Küste und auf dem
Peloponnes fest.
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1754
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Die russischen Zaren habe die römisch-deutschen Kaiser als
Hauptgegner der Osmanen abgelöst. Sie erobern die Krim-Halbinsel (1769) und
fassen entlang der westlichen und östlichen Schwarzmeerküste Fuß.
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1789
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Das Osmanische Reich gerät in die Abhängigkeit westlicher
Großmächte (Großbritannien, Frankreich, Deutschland), die Schutz vor Russland
versprechen.
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1824
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Ein Großteil der Arabischen Halbinsel geht verloren, kurz
darauf Südgriechenland, das Donaudelta und weite Gebiete im Kaukasus.
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1861
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Das Osmanische Reich ist in finanziellen Schwierigkeiten und
gerät immer mehr in die Abhängigkeit europäischer Großmächte.
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1875
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Sultan Abd ül-Aziz muss in eine internationale
Steuerverwaltung einwilligen, um einen Staatsbankrott abzuwenden.
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1876
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Sultan Abd ül-Hamid II.
sieht sich durch Aufstände der sogenannten „Jungtürken“
(intellektuelle Oberschicht) zur Proklamation einer Verfassung gezwungen, die
bereits zwei Jahre später wieder aufgehoben wird.
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1890
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Wirtschaftsvertrag mit Deutschland
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1908
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Die „Jungtürken“ erzwingen die Wiedereinführung der Verfassung
von 1876.
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1912
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Griechenland, Bulgarien, Serbien u. Montenegro gründen den
Balkanbund und erklären dem Osmanischen Reich den Krieg.
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1913
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Im „Londoner Frieden“ muss die Türkei alle Besitzungen auf
europäischen Boden (bis auf Ostthrakien) aufgeben.
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1914
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Das Osmanische Reich tritt an der Seite von Deutschland,
Österreich-Ungarn und Bulgarien in den 1. Weltkrieg ein. Großbritannien
besetzt daraufhin die Insel Zypern.
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1916
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Die türkischen Truppen kapitulieren. Mesopotamien,
Vorderasien, weite Teile Ostanatoliens sowie der Kaukasus sind unter der
Kontrolle der Alliierten.
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30.10.1918
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Der von den Alliierten Siegermächten ausgearbeitete
Waffenstillstandsvertrag, bedeutet das Ende des Osmanischen Reiches. Verzicht
auf die europäischen Besitzungen, Abtrennung von Teilen Süd- und
Südostanatoliens, Aufsicht von Besatzungstruppen, Öffnung der Meerengen für
den internationalen Schiffsverkehr.
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1919
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Die national-türkische Bewegung unter General Mustafa Kemal
stellt sich griechischen Truppen entgegen, die mit der abgesprochenen
Besetzung Westanatoliens und Thrakiens beginnen. Die Regierung in Istanbul spricht
Todesurteile gegen ihn und seine Anhänger aus.
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1920
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Istanbul erhält eine Militärverwaltung. Mustafa Kemal hat
inzwischen fast ganz Ost- und Zentralanatolien unter seine Kontrolle gebracht
und bildet in Ankara eine Gegenregierung.
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10.08.1920
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Während Sultan Mehmed VI. in Frankreich einen Friedensvertrag
(Bildung einer Kurdenrepublik im Südosten, die Ägäisinseln u. die Hafenstadt
Smyrna/Izmir werden griechisches Staatsgebiet) unterzeichnet, lässt Mustafa
Kemal seine Truppen weiterkämpfen und gewinnt die Oberhand über die Griechen.
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1921
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Die Griechen unterliegen den Türken bei der Eroberung der
Stadt Smyrna/Izmir und verzichtet im Friedensvertrag mit Ankara auf alle
Besitzungen auf dem kleinasiatischen Festland.
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1922
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Kemal setzt Sultan Mehmed VI. ab und führt die
Friedensverhandlungen mit den Alliierten weitern.
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24.07.1923
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Unterzeichnung des Friedensvertrages. Die Türkei wird in ihren
heutigen Grenzen anerkannt (1939 kommt noch das syrische Alexandrette hinzu)
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29.10.1923
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Ausrufung der Republik Türkei. Mustafa Kemal wird
Staatspräsident. Er unternimmt große Anstrengungen die Türkei zu einem Staat
nach westlichen Vorbild umzuformen (Abschaffung der islamischen
Rechtsprechung, Abschaffung der Vielehe, Trennung von Staat und Kirche,
rechtliche Gleichstellung der Frau, Abschaffung der Verschleierung und
Einführung des Frauenwahlrechts, Einführung der lateinischen Schrift und des
Gregorianischen Kalenders).
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1925
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Blutige Niederschlagung eines Kurdenaufstandes, die nach wie
vor die Selbstverwaltung fordern. Kemal lässt zahlreiche kurdische Siedlungen
zerstören und siedelt die „Bergtürken“ in die Westtürkei um.
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1934
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Mustafa Kemal erhält den Beinamen „Atatürk“ (Vater aller
Türken).
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1938
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Mustafa Kemal stirbt, sein Nachfolger führt den Reformkurs
weiter.
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1945
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Im 2. Weltkrieg verhält sich die Türkei zunächst neutral. Erst
spät erklärt sie Deutschland und Japan den Krieg und erfüllt damit die
Aufnahmebedingung in die wenig später gegründete UNO (Unites Nations
Organization).
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1960
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Nach dem Erlass von antidemokratischen Maßnahmen (Pressezensur
u.a.) durch Adnan Menderes kommt es zu einem Staatsstreich den Militärs unter
General Cemal Gürsel.
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1974
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Zypern erklärt nach einem Putsch der griechischen Zyprioten
den Anschluss an Griechenland. Daraufhin besetzten türkische Truppen den
Nordteil der Insel, um für die türkisch-zypriotische Minderheit ein
Autonomiegebiet zu schaffen.
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Jan. 1978
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Anschläge rechts- und linksextremistische Gruppen veranlassen
Regierungschef Ecevit über mehrere Provinzen das Kriegsrecht zu verhängen.
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Nov. 1978
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Gründung der PKK (Kommunistische Arbeiterpartei Kurdistans)
durch Abdullah Öcalan, die von der Regierung in Ankara sofort verboten wird.
Öcalan verlegt sein Hauptquartier nach Syrien. Sein Ziel ist die ein
souveräner Kurdenstaat in der Südosttürkei, der auch Teile von Syrien, Iran
und Irak umfassen soll.
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12.09.1980
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Mit einem unblutigen Staatsstreich löst das Militär das
Parlament auf, nachdem bürgerkriegsähnliche Zustände im Land herrschen.
General Kenan Evren wird Staatspräsident. Er setzt die Verfassung außer
Kraft, politische Verfolgung, Folterungen und Hinrichtungen sind die Folge.
Unter Bülent Ülüsü wird eine neue Regierung gebildet. Er verhängt das
Kriegsrecht, verbietet die Tätigkeit von Parteien, schränkt die
Pressefreiheit ein und lässt zahlreiche Politiker verhaften.
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06.11.1983
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Nach der Wiederzulassung der Parteien wird Turgut Özal (Mutterlandspartei) Ministerpräsident
einer Zivilregierung.
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15.11.1983
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Nord-Zypern proklamiert die „Unabgängige Türkische Republik
Nordzypern“. Der UN-Sicherheitsrat betrachtet dies als rechtswidrig.
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1984
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Hunderte politische Gefangene treten wegen unmenschlicher
Haftbedingungen in den Hungerstreik. Das Kriegsrecht wird aufgehoben.
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1987
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Die Türkei beantragt die Aufnahme in die EG.
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1991
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Die Türkei fordert zum Schutz vor einem irakischen Angriff NATO-Einheiten
an. Sie hatte sich im Golfkonflikt gegen den Irak gestellt.
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1992
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In Südostanatolien wird der Atatürk-Staudamm fertiggestellt.
Syrien und Irak befürchten ihre Wasserversorgung nicht mehr decken zu können.
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1997
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Die Aufnahme der Türkei in die EU verzögert sich weiter (z.B.
wegen Menschenrechtsverletzungen, Kurdenproblem, Teilung der Insel Zypern)
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13.11.1997
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Nach der Mitteilung der EU 10 Länder Mittel- und Osteuropas
sowie Zypern, aber nicht die Türkei in die EU auszunehmen, bricht die Türkei
die Beziehungen zur EU ab.
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12.11.1998
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PKK-Führer Abdullah Öcalan wird auf dem Flughafen in Rom
verhaftet. Durch einen Asylantrag kann er die Auslieferung nach Ankara
verhindern.
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16.01.1999
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Kurdenführer Öcalan wird von Italien freigelassen und setzt
sich ab. Einen Monat später, am 16.02.1999 wird er von einem türkischen
Geheimkommando in der griechischen Botschaft in Nairobi aufgegriffen und in
die Türkei gebracht. Das löst eine Welle der Gewalt von Kurden in ganz Europa
aus.
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März 1999
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Zahlreiche Urlauber haben aus Angst vor Anschlägen der PKK
ihren geplanten Türkei-Urlaub storniert. Für die türkische
Fremdenverkehrsbranche ist dies ein starker Rückschlag.
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29.06.1999
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PKK-Führer Öcalan wird zum Tode verurteilt. Ob das Urteil
vollstreckt wird, dürfte noch längere Zeit nicht entschieden sein, da das
Urteil noch bestätigt werden muss und
Öcalan die Möglichkeit hat Berufung einzulegen und sich an den Europäischen
Gerichtshof zu wenden.
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Aug. 1999
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Öcalan appelliert über seine Anwälte an die PKK-Kämpfer die
Waffen niederzulegen und ihre Einheiten aus der Türkei anzuziehen.
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Sept. 1999
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Osman Öcalan, der Bruder des PKK-Führers, erklärt den
bewaffneten Kampf der PKK für beendet.
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Alle
Angaben ohne Gewähr